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Allgemein zum Thema Sucht (Prävention, Therapie u.v.m)
Sucht help.gv.at
Sucht - oder Abhängigkeit - ist eine Erkrankung, von deren Vorliegen ausgegangen wird, wenn zumindest drei der sechs im internationalen Diagnosenschlüssel der WHO festgelegten Kriterien im Laufe eines Jahres gleichzeitig vorliegen. Ein Abhängigkeitssyndrom ist typischerweise gekennzeichnet durch den starken Wunsch, sich eine psychoaktive Substanz (Drogen im weiten Sinn: insbesondere Alkohol, Medikamente, Nikotin, Suchtgift) mit dem Ziel der Herstellung oder Aufrechterhaltung eines für die/den Kranke/n mit dem Gefühl des Wohlbefindens verbundenen Bewusstseinszustandes zuzuführen, durch Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren oder zu beenden sowie durch anhaltenden Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen.
Nicht jeder Konsum psychoaktiver Substanzen und nicht jede Rauscherfahrung führt zwangsläufig zur Sucht. Vor allem im sozialen Umfeld, auch von Jugendlichen, können jedoch verschiedene Faktoren zusammentreffen, die einen Anreiz zum Konsum von Drogen - im weiten Sinn - schaffen, aber auch den Einstieg in ein Suchtverhalten sehr fördern können. Werden psychoaktive Substanzen in gesundheitsschädigender Weise konsumiert, ohne dass bereits eine Suchterkrankung vorliegt, spricht man von schädlichem Gebrauch oder Missbrauch.
Es gibt aber auch substanzungebundene Abhängigkeitsformen, bei denen sich die Erkrankung nicht in unkontrolliertem Substanzgebrauch, sondern im Kontrollverlust bei Verhaltensweisen (Spiel, Konsum, Essen etc.) manifestiert; analog der Substanzabhängigkeit beherrscht und schädigt das pathologische Verhalten die Lebensführung des/der Patienten/in.
Unter www.help.gv.at finden Sie Informationen zum Thema Sucht , insbesondere zu den Formen des Substanzkonsums, zu Suchtentstehung, Suchtformen, Erkennungsmerkmalen einer Sucht, Recht, Prävention und Therapie sowie Tipps für Angehörige und Freunde Betroffener und weiterführende Links.
Der Österreichische Suchthilfekompass
Der Österreichische Suchthilfekompass wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheit (ÖBIG) entwickelt und stellt in der vorliegenden Version eine Überarbeitung der bisher gebräuchlichen Website dar. Es handelt sich dabei um eine Online-Datenbank, in der der Öffentlichkeit in Form von standardisierten Einrichtungsprofilen Informationen über Hilfseinrichtungen im Bereich illegale Drogen, welche gemäß § 15 Suchtmittelgesetz im Bundesgesetzblatt kundgemacht sind, zur Verfügung stehen.
Über http://suchthilfekompass.goeg.at/ können Einrichtungen entweder direkt oder über eine Suchfunktion aufgerufen werden. Die Informationen betreffen insbesondere Angaben zu organisatorischen Rahmenbedingungen, Zielgruppen, Art der Betreuungsangebote (z.B. Angebote im Bereich Medizin, Psychotherapie, Psychologie, Psychosoziale Beratung und Betreuung; spezielle Beratungsangebote - z.B. Rechtsberatung, Schuldenberatung-; Aufsuchende Drogenhilfe und Schadensminimierung; Primär- und Sekundärprävention). Interessierten Personen wird so ein möglichst umfassender und differenzierter Überblick über die verfügbaren Beratungs-, Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten im ambulanten und stationären Bereich geboten. Da viele Hilfseinrichtungen zusätzlich Unterstützung bei Problemen durch Medikamentenmissbrauch und nicht stoffgebundenen Süchten anbieten, können auch diesbezügliche Informationen abgerufen werden.
Professionelle Suchtprävention in Österreich
Im Rahmen einer vom Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Europäischen Kommission im Jahr 1998 geförderten Studie zum Thema "Professionelle Suchtprävention in Österreich" wurde von den Österreichischen Fachstellen für Suchtprävention unter fachlicher Leitung des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Suchtforschung in Kooperation mit dem Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen eine umfassende Bestandsaufnahme der relevanten Präventionskonzepte und Begriffssysteme durchgeführt. Das dabei entwickelte Leitbild der Österreichischen Fachstellen für Suchtprävention wurde 2002 veröffentlicht. Es bietet allen an Suchtprävention interessierten Personen einen leicht fassbaren Überblick über die elementaren, konzeptuellen und sprachlichen Grundlagen der modernen Suchtprävention.
Zusatzinformationen:
INFO
Aktuelle Daten zum Konsum psychoaktiver Substanzen
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Verzeichnisse der Firmen die für den Verkehr mit Suchtgiften und psychotropen Stoffen zugelassen sind sowie die dafür benötigten Formblätter.


