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Gesundheitspsychologin, Gesundheitspsychologe

Berufsbild und Tätigkeitsbereich

Die Gesundheitspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie. Sie umfasst unter Einsatz gesundheitspsychologischer Mittel, Aufgaben zur Entwicklung gesundheitsfördernder Maßnahmen und Projekte.

Sie hängen zusammen mit

  • der Förderung und Erhaltung von Gesundheit,
  • den verschiedenen Aspekten gesundheitsbezogenen Verhaltens einzelner Personen und Gruppen,
  • allen Maßnahmen, die der Verbesserung der Rahmenbedingungen von Gesundheitsförderung und Krankheitsverhütung sowie
  • der Verbesserung des Systems gesundheitlicher Versorgung dienen.

Sie beschäftigt sich insbesondere mit

  • gesundheitspsychologischen Maßnahmen im Bereich der Schmerzbewältigung,
  • Gesundheitsförderung, etwa in Schulen,
  • gesundheitsfördernden Maßnahmen im Alter,
  • weiteren gesundheitspsychologischen Bereichen, wie der Arbeit an Erziehungsfragen, gesundheitspsychologischen Aspekten in der Gynäkologie, der Vorsorge im Bereich des Nikotin-, Alkohol- und Drogengebrauches, dem Arbeitsumfeld, der Unterstützung in der Haftentlassenen- und Bewährungshilfe,
  • gesundheitspsychologischer Rehabilitation zur Erhaltung oder Wiederherstellung der physischen, psychischen, sozialen, beruflichen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kranken und Behinderten.

Die genannten Tätigkeiten werden eigenverantwortlich ausgeführt, unabhängig davon, ob sie freiberuflich oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses erfolgen.

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Ausbildung

Die Ausbildung nach dem Psychologengesetz 2013 sieht vor:

  • Diplomstudium / Bachelor- und Masterstudium in Psychologie (300 ECTS)
  • Postgraduale gesundheitspsychologische Fachausbildung
    • Erwerb theoretischer fachlicher Kompetenz im Gesamtausmaß von zumindest 340 Einheiten
    • Erwerb praktischer fachlicher Kompetenz durch eine psychologische Tätigkeit im Gesamtausmaß von zumindest 1628 Stunden, davon
      • praktische Fachausbildungstätigkeit unter Anleitung von Berufsangehörigen im Rahmen von Arbeitsverhältnissen im Ausmaß von zumindest 1553 Stunden und
      • begleitende Supervision im Ausmaß von zumindest 100 Einheiten und
      • Selbsterfahrung im Ausmaß von zumindest 76 Einheiten

Zumindest 500 Stunden der praktischen Fachausbildungstätigkeit sind zeitgleich mit der theoretischen Ausbildung zu absolvieren.

Das Psychologengesetz 2013 verzichtet auf die Vorgabe bestimmter Einrichtungen, in denen die praktische Fachkompetenz zu erwerben ist. Wesentlich ist, dass inhaltlich vorgegebene gesundheitspsychologische Tätigkeiten erbracht werden. Dabei ist auf die gleichmäßige Verteilung verschiedener Tätigkeitsbereiche zu achten. Die zu erbringenden Tätigkeitsbereiche sind konkret angeführt im Rasterzeugnis für Gesundheitspsychologie des Bundesministeriums für Gesundheit.

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Ausbildung (Beginn vor dem 1.7.2014)

Die Ausbildung im Rahmen der Übergangsbestimmungen gemäß § 48 Psychologengesetz 2013 (Ausbildungsbeginn vor dem 01.07.2014) sieht vor:

  • Diplomstudium / Bachelor- und Masterstudium in Psychologie (300 ECTS)
  • Postgraduale gesundheitspsychologische Fachausbildung
    • Erwerb theoretischer fachlicher Kompetenz in einer Gesamtdauer von zumindest 160 Stunden
    • Erwerb praktischer fachlicher Kompetenz durch eine psychologische Tätigkeit in der Gesamtdauer von zumindest 1480 Stunden, davon zumindest 150 Stunden in einer facheinschlägigen Einrichtung des Gesundheitswesens
    • Begleitende Supervision in der Gesamtdauer von zumindest 120 Stunden

 

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Aufgabenbereiche

Zum Aufgabenbereich der Gesundheitspsychologie gehören:

  • mit gesundheitspsychologischen Mitteln durchgeführte Analyse von Personen (Einzelfallarbeit) und von Gruppen (größere Systeme wie Familien, Kindergruppen, Organisationen, Institutionen) aller Altersstufen, insbesondere in Bezug auf die verschiedenen Aspekte des Gesundheitsverhaltens und dessen Ursachen,
  • darauf aufbauend, die Erstellung von gesundheitspsychologischen Befunden und Gutachten, insbesondere in Bezug auf gesundheitsbezogenes Risikoverhalten und dessen Ursachen, 
  • gesundheitspsychologische Maßnahmen bei Personen (Einzelfallarbeit) und bei Gruppen (größere Systeme wie Familien, Kindergruppen, Organisationen, Institutionen) aller Altersstufen in Bezug auf Gesundheitsverhalten, insbesondere im Hinblick auf gesundheitsbezogenes Risikoverhalten, 
  • gesundheitspsychologische Analyse und Beratung von Organisationen, Institutionen und Systemen in Bezug auf gesundheitsbezogene Rahmenbedingungen und Maßnahmen der Gesundheitsförderung, Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation
  • gesundheitspsychologische Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Maßnahmen und Projekten, insbesondere im Bereich der Gesundheitsförderung.

Die berufsmäßige Ausübung der Gesundheitspsychologie ist den Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen vorbehalten. Andere Personen, die nicht zur Berufsausübung der Gesundheitspsychologie berechtigt sind, ist die berufsmäßige Ausübung der Gesundheitspsychologie verboten. Die "berufsmäßige Ausübung" ist die regelmäßige und in Ertragsabsicht ausgeübte Tätigkeit.

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Berufsberechtigung

Voraussetzungen für die selbständige Ausübung des Berufes der Gesundheitspsychologin oder des Gesundheitspsychologen:

  • Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung "Psychologin"/"Psychologe"
  • Nachweis des Erwerbs der fachlichen Kompetenz
  • Nachweis der zur Erfüllung der Berufspflichten erforderlichen gesundheitlichen Eignung und Vertrauenswürdigkeit
  • Eintragung in die Berufsliste: Liste der Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen

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Berufsliste: Eintragung & Datenänderung

Der Eintrag in die Liste der Gesundheitspsychologinnen und -psychologen ist als Berechtigungsnachweis für die selbstständige Berufsausübung anzusehen und soll daher auch als Bestätigung über die Berufsberechtigung bei Behörden, Ämter, Unternehmen, etc. verwendet werden.

Formblatt zur Eintragung in die Liste der Gesundheitspsychologinnen und -psychologen

Formblatt & Information zur Datenänderung

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Fortbildung

Informationen und Formblätter zur Aus- und Weiterbildung

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Zusatzinformationen: