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Umsetzungsbericht Aktionsplan Nanotechnologie

Die Einsatzmöglichkeiten von Nanomaterialien sind vielfältig. Sie reichen von schmutzabweisenden Oberflächen, Farben und Lacken über UV-Filter bis zu Lebensmitteln und Lebensmittelverpackungen. Als großes Hoffnungsfeld gilt der Einsatz in der Umwelt- und Energietechnik oder in der Medizin, etwa der gezielten Behandlung von Krebserkrankungen.

Der Österreichische Aktionsplan Nanotechnologie (ÖNAP) enthält eine Reihe von konkreten Maßnahmen und Empfehlungen mit drei Schwerpunkten:

  • die Chancen der Nanotechnologie (z.B. für Medizin und Umwelttechnologie) sollen in Österreich vermehrt genutzt werden
  • Wissenslücken im Bereich Sicherheit sollen geschlossen werden
  • die Zusammenarbeit der betroffenen Stellen und die Information für die Öffentlichkeit sollen verstärkt werden

An der Umsetzung des ÖNAP waren mehr als 20 verschiedene Organisationen beteiligt. Mit der Verabschiedung des ÖNAP 2010 hat der Ministerrat gefordert, dass mit Ende 2012 über den Stand der Umsetzung berichtet wird. Dieser Umsetzungsbericht wurde am 11. Juni 2013 von der Bundesregierung angenommen. Ein Schlüsselbereich des ÖNAP ist die Stärkung der Kommunikation und die Information bestimmter Zielgruppen insbesondere auch der interessierten Öffentlichkeit durch das Nano-Informationsportal. Unter der Federführung des BMG wurde damit dem Bedürfnis der Öffentlichkeit nach sachlicher und verständlicher Information über Grundlagen, Chancen und Risiken der Nanotechnologien Rechnung getragen.

Eine weitere zentrale Aufgabe des ÖNAP ist die Schaffung eines geeigneten Rechtsrahmens. Derzeit werden einige europäische Regelungen im Bereich VerbraucherInnenschutz sowie Testmethoden an die Spezifika von Nanomaterialien angepasst; einige Anpassungen sind bereits erfolgt. Das BMG wirkt aktiv an diesen Prozessen mit. Präzisierungen und Klärungen im Bereich Regulierung werden das Niveau des Gesundheits-, Umwelt- und VerbraucherInnenschutzes und zugleich auch die Rechtssicherheit von Unternehmen heben. Die einheitliche Vollziehung durch die Mitgliedstaaten sowie der verstärkte Austausch von Informationen zwischen den verschiedenen Rechtsbereichen sind wichtige Handlungsfelder für die Zukunft. (12.06.2013)

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