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Aktionsplan Nanotechnologie der Bundesregierung

SICHERER UMGANG MIT DER NANOTECHNOLOGIE- „Österreichischer Aktionsplan für Nanotechnologie“

Die Nutzung potentieller Chancen der Nanotechnologie, das Erkennen und Vermeiden möglicher Risiken sowie eine umfassende, sachliche Information der Bevölkerung kann nur durch Zusammenarbeit aller in das Thema involvierten Akteurinnen und Akteuren erreicht werden.

Aus diesem Grund wurde eine interministerielle Plattform für die Erstellung eines "Österreichischen Aktionsplans für Nanotechnologie" ins Leben gerufen. Es beteiligten sich daran  alle in Österreich mit Nanotechnologie befassten Ministerien (BMLFUW, BMG, BMASK, BMVIT, BMWF) sowie zahlreiche österreichische Expertinnen und Experten anderer wichtiger Institutionen (Nichtregierungsorganisationen, Sozialpartner, Bundesländer, VertreterInnen der Wirtschaft und Forschung, Kammern, etc. ) .

Der Österreichischen Aktionsplan Nanotechnologie verfolgt mehrere Ziele: Darstellung der bereits erfolgenden Aktivitäten national/international; Aufzeigen von möglichen Chancen in/für Österreich; Identifizierung möglicher Risiken für Mensch/Umwelt sowie vorhandener Wissenslücken. Daraus folgend liegt der Schwerpunkt auf der Formulierung des österreichischen Handlungsbedarfs sowie konkreter Maßnahmen auf nationaler, EU- und internationaler Ebene (z.B. Österreichische Forschungsprojekte, Förderprogramme, Ausarbeitung von Empfehlungen für Mitgestaltung gesetzlicher Vorgaben unter Miteinbeziehung der Entwicklungen in EU/global, Maßnahmen zur Schließung von Wissenslücken etc.).

Das Kernstück des Aktionsplans bilden rund 50 Empfehlungen für Maßnahmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Die Empfehlungen sollen bis spätestens Ende 2012 umgesetzt werden. Sie betreffen folgende Schwerpunkte:

  1. Entwicklung eines politisch-strategischen Gesamtkonzepts für den Umgang mit der Nanotechnologie und Nanomaterialen in Österreich
  2. Schaffung einer Österreichischen Nanotechnologie-Informations-Plattform, um  das Wissen unterschiedlichster Expert/innen   zusammenzuführen und nutzbar zu machen.
  3. Einrichtung eines eigenen Programms für die Bündelung von Ressourcen zur Bewertung von möglichen Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien.
  4. Sicherung eines hohen Schutzniveaus für die menschliche Gesundheit und die Umwelt durch Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen.
  5. Stärkung Österreichs als High-Tech-Standort unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Klein- und Mittelbetrieben.

Die Umsetzung der im Aktionsplan formulierten Empfehlungen  wird im Verlauf des ersten Halbjahres 2012 einem Monitoringprozess unterzogen. Auch dieser soll auf möglichst breiter Basis erfolgen, d.h. unter Einbeziehung der unterschiedlichsten Akteure/innen. Daran anschließend ist die Erstellung eines entsprechenden Fortschrittsberichts beabsichtigt.

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