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Abgefüllte Wässer

Trinkwasser

Trinkwasser kann aus Grundwasser (Brunnen- oder Quellwasser), Oberflächenwasser, Niederschlagswasser oder Meerwasser stammen. Dieses Wasser lässt sich in unbehandeltem Zustand oder nach einer Aufbereitung ohne Gesundheitsgefährdung trinken. Voraussetzung ist, das Wasser entspricht den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Mindestanforderungen für mikrobiologische und chemische Parameter, d.h. die darin enthaltenen Mikroorganismen, Parasiten und Stoffe jedweder Art sind in einer Konzentration vorhanden, sodass sie keine potenzielle Gesundheitsgefährdung für Menschen darstellen.

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Abgefülltes Trinkwasser

Abgefülltes Trinkwasser muss bei der Abfüllung den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Das zur Herstellung verwendete Trinkwasser darf nicht in Transportbehältnissen befördert werden. Zur Herstellung sind Ausnahmen gemäß Trinkwasserverordnung nicht anzuwenden. Beim Herstellen sind Verfahren gemäß ÖLMB Kapitel B 1 „Trinkwasser“ sowie thermische Verfahren (Pasteurisieren) anzuwenden. Wurde das Trinkwasser einer Behandlung unterzogen, ist dies zu deklarieren (z. B. „aufbereitet“, „pasteurisiert“). Abgefülltes Trinkwasser darf nur in Behältnissen transportiert werden, die an die LetztverbraucherInnen abgegeben werden. Die Sachbezeichnung lautet „Trinkwasser“. Weitere Angaben sind nicht erlaubt.

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Tafelwasser

Tafelwasser wird aus Trinkwasser, Quellwasser oder natürlichem Mineralwasser hergestellt und muss bei der Abfüllung den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Es wird unter Verwendung von Zutaten (Salze, Kohlensäure) hergestellt, wobei der Gehalt an gelösten festen Stoffen von 2 Gramm pro Liter nicht überschritten werden darf. Das zur Herstellung verwendete Wasser darf nicht in Transportbehältnissen befördert werden. Ausnahmen gemäß Trinkwasserverordnung sind zur Herstellung von Tafelwasser nicht anzuwenden. Außer dem Hinweis auf das zugesetzte Kohlendioxid und der Angabe des Gesamtgehalts an gelösten Stoffen sind keine Angaben erlaubt. Tafelwasser darf nur in Behältnissen transportiert werden, die an die LetztverbraucherInnen abgegeben werden. Die Sachbezeichnung lautet „Tafelwasser“. „Sodawasser“ darf anstelle von „Tafelwasser“ als Sachbezeichnung verwendet werden, wenn es einen Mindestgehalt von 4 mg Kohlendioxid pro Liter Wasser enthält.

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Quellwasser

Quellwasser stammt aus einem unterirdischen Wasservorkommen, ist von ursprünglicher Reinheit und wird aus einer oder mehreren natürlich oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen. Es muss in unmittelbarer Nähe zum Quellort abgefüllt werden und darf nur in Behältnissen transportiert werden, die an die LetztverbraucherInnen abgegeben werden. Quellwasser muss den in der Mineralwasser- und Quellwasserverordnung genannten mikrobiologischen Anforderungen sowie den chemisch-physikalischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Behandlungsverfahren, bei denen Stoffe zugesetzt werden, sind nicht erlaubt. Es dürfen auch keine Verfahren angewandt werden, welche den Keimgehalt verändern. Weiters gelten entsprechende Kennzeichnungsbestimmungen. Die Sachbezeichnung lautet „Quellwasser“.

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Natürliches Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser stammt aus einem unterirdischen, vor jeder Verunreinigung geschützten Wasservorkommen, ist von ursprünglicher Reinheit und wird aus einer oder mehreren natürlich oder künstlich erschlossenen Quellen annähernd gleicher Charakteristik gewonnen. Seine Eigenart ist vor allem durch den konstanten Gehalt an charakteristischen Bestandteilen gekennzeichnet. Es muss in unmittelbarer Nähe zum Quellort abgefüllt werden und darf nur in Behältnissen transportiert werden, die an die LetztverbraucherInnen abgegeben werden. Natürliches Mineralwasser muss den in der Mineralwasser- und Quellwasserverordnung genannten mikrobiologischen Werten sowie den Grenzwerten natürlich vorkommender Bestandteile entsprechen.

Behandlungsverfahren, bei denen Stoffe zugesetzt werden, sind nicht erlaubt. Es dürfen auch keine Verfahren angewandt werden, welche den Keimgehalt verändern. Weiters gelten entsprechende Kennzeichnungsbestimmungen. Insbesondere ist natürliches Mineralwasser aber Gegenstand eines amtlichen Anerkennungsverfahrens, bei dem die Anforderungen der Mineralwasser- und Quellwasserverordnung geprüft werden. Die Sachbezeichnung lautet „Natürliches Mineralwasser“. Zusätzlich kann das Wasser als „Säuerling“ bezeichnet werden, wenn es einen natürlichen Gehalt an Kohlensäure von mehr als 250 mg pro Liter aufweist. Anstelle von „Säuerling“ kann die Bezeichnung „Sprudel“ verwendet werden, wenn das Wasser unter natürlichem Gasdruck oder hydrostatischem Druck hervortritt.

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