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Hunde

Abstammung

Der Hund stammt vom Wolf ab und wurde durch Domestikation über viele Jahrtausende zum Haustier. Durch das soziale Umfeld im Rudel hat der Wolf eine sehr hohe soziale Intelligenz entwickelt, denn für Wölfe kann es überlebenswichtig sein, die Stimmungen von Rudelmitgliedern richtig einzuschätzen. Ebenso haben Hunde die besondere Fähigkeit erworben, Stimmungen von Menschen zu spüren und darauf zu reagieren. Kein anderes Heim- oder Haustier kann das in diesem Ausmaß.

Hunde werden je nach Rasse zwischen 7 und 16 Jahre alt. Die Geschlechtsreife setzt zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat ein. Hündinnen sind ein- bis zweimal im Jahr läufig. Sie bringen nach einer Trächtigkeitsdauer von 63 Tagen, 1 bis 14 Welpen zur Welt.

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Anschaffung

Absolute Tabus beim Hundekauf:

  • Kaufen Sie nicht spontan und unüberlegt! Hunde sind Lebewesen, die hohe Anforderungen an ihre HalterInnen stellen.
  • Lassen Sie sich nicht zu einem Kauf drängen und nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung.
  • Kaufen Sie keine Welpen über das Internet.
  • Vorsicht ist auch geboten, wenn "Hauszustellungen" angeboten werden!
  • Kaufen Sie keinen Welpen aus dubiosen und unseriösen Quellen (Kofferraum, öffentliche Plätze, Umschlagplätze in Wohnungen). Die Tiere stammen oft aus profitorientierten Massenzuchten, die die Hunde meist zu jung, ungeimpft und kränklich vergeben.
  • Kaufen Sie nie aus Mitleid: für jeden "geretteten" Welpen werden unzählige weitere "nachproduziert"!
  • Kaufen Sie keinen Welpen, ohne das Muttertier gesehen zu haben.

Wichtige Punkte:

  • Vermeintlich billig kann teuer werden: Die nach Billigkäufen entstehenden Behandlungskosten können ein Vielfaches des Kaufpreises ausmachen!
  • Seriöse ZüchterInnen halten sich an bestehende Zuchtvorschriften und Rechtsnormen. Das rechtfertigt den höheren Kaufpreis für Welpen! 
  • Vergewissern Sie sich, dass wichtige Dokumente (Kaufvertrag, Zahlungsbestätigung, Heimtierpass) vorhanden sind.
  • Bestehen Sie auf einen Kaufvertrag und einer schriftlichen Erklärung, die besagt, dass die Elterntiere auf spezifische Erbkrankheiten untersucht und für frei befunden worden sind.
  • Jeder Kaufentscheidung sollte eine ausreichende Kennenlernphase vorausgehen.

 

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Haltung

In den österreichischen Haushalten leben schätzungsweise 525.000 Hunde. Allein in Wien werden ca. 100.00 Hunde gehalten. Durch verschiedene Nutzungszwecke sind über 300 Hunderassen entstanden. Während sich die äußerlichen Merkmale der Tiere massiv verändert haben ist ihr Verhalten im Wesentlichen gleich geblieben.

Wenn Sie einen Hund in ihrer Familie aufnehmen, lassen Sie sich auf eine intensive Beziehung mit einem Lebewesen einer anderen Art ein. Dies ist nicht immer einfach, da Hunde die Welt ganz anders wahrnehmen als wir Menschen, uns in manchen Aspekten dann aber doch wieder sehr ähnlich scheinen.

Chippen und Registrieren

Um entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hunde auf ihre HalterInnen einfacher, rascher und effizienter zurückführen zu können, wurde die Kennzeichnung und Registrierung von Hunden gesetzlich vorgeschrieben.

Die Webseite Heimtierdatenbank für Hunde soll Ihnen die Registrierung Ihres Hundes bzw. das Einsehen der Daten auf bequeme Weise ermöglichen.

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Ernährung

Gesundheit und Wohlergehen Ihres Hundes hängen entscheidend von der richtigen Ernährung ab. Hunde sind vorwiegend Fleischfresser und haben ein großes Kaubedürfnis. Deshalb stellen Schweinsohren, Büffelhaut und ab- und zu auch Knochen, eine willkommene Abwechslung zum täglichen Futter dar. Aber bitte verfüttern Sie keine Hühnerknochen oder andere splitternde Knochen: Spitze Knochensplitter könnten im Hals des Hundes stecken bleiben.

Zu beachten gilt, dass Hunde immer Zugang zu frischem Wasser haben sollten.

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Gesundheit

Regelmäßige Besuche bei der Tierärztin bzw. beim Tierarzt

Zur Gesundheitsvorsorge Ihres Hundes gehören Impfungen gegen Hundekrankheiten wie Parovirus, Leptospirose, infektiöse Hepatitis und Staupe.

Ihr Hund sollte bereits als Welpe die nötigen Impfungen erhalten. Nach der Grundimmunisierung sollten Sie jedes Jahr Auffrischungsimpfungen durchführen lassen. Achten Sie darauf, dass der Impfpass immer auf dem Laufenden gehalten wird. Ein wirksamer Schutz vor Krankheiten ist wichtig für die Gesundheit Ihres Hundes.

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Erziehung

Der Besuch einer Hundeschule oder das Aufsuchen einer Hundetrainerin bzw. eines Hundetrainers ist sowohl für Sie als auch für Ihren Hund äußerst vorteilhaft – ganz egal wie alt Ihr Hund ist. Sie lernen dort wie Sie mit Ihrem Hund richtig kommunizieren und können ihm unter gezielten Anweisungen die Dinge beibringen die ihm vielleicht zu Hause Schwierigkeiten bereiten. Auf diese Weise können Sie auch Probleme lösen die Sie eventuell mit seinem Verhalten haben.

Das neue Gütesiegel für HundetrainerInnen

Das Gütesiegel "Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin" bzw. "Tierschutzqualifizierter Hundetrainer" ist eine freiwillige Zusatzprüfung und soll mehr Qualität in der Hundeausbildung bringen. Alle Menschen, die sich an eine Hundetrainerin oder an einen Hundetrainer wenden sollen in Zukunft sicher sein, dass alle mit dem Gütesiegel ausgezeichneten HundetrainerInnen geprüfte Qualität anbieten.

Die Grundsätze der Ausbildung

Die Ausbildung des Hundes muss tierschutzkonform erfolgen. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass keine Maßnahmen zur Anwendung kommen, die gemäß § 5 Tierschutzgesetz vom Verbot der Tierquälerei erfasst sind.

Bei der Ausbildung des Hundes ist darauf Wert zu legen, dass

  1. ein gutes Sozialverhalten der Hunde gegenüber Menschen und anderen Hunden und eine geeignete Gewöhnung an ihre Lebens- und Trainingsumgebung gefördert werden.
  2. die Ausbildung altersgemäß ist und den körperlichen Möglichkeiten und Lernvoraussetzungen des Hundes entspricht.
  3. auf rassespezifische Eigenschaften und individuelle Eigenschaften des Hundes angemessen eingegangen wird.

Bei der Ausbildung des Hundes ist darauf zu achten, dass sie auf den Grundlagen lerntheoretischer Erkenntnisse aufbaut und Methoden der positiven Motivation der Vorzug vor Methoden gegeben wird, die hauptsächlich auf negativer Verstärkung und Bestrafung basieren (aversive Methoden).

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Zusatzinformationen: