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Frettchen

Abstammung

Das Frettchen ist eine domestizierte Form des Waldiltis. Frettchen (mustela putorius furo) und Iltisse gehören zur Raubwildfamilie der Marder. Wann Frettchen Heimtiere wurden ist nicht bekannt. Als Jagdhelfer fanden sie erstmals 400 v. Chr. historische Erwähnung. Frettchen wurden lange Zeit nur als Nutztiere zur Kaninchenjagd eingesetzt. Mittlerweile erfreuen sie sich jedoch auch als Heimtiere großer Beliebtheit.

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frettchen beträgt 6 bis 10 Jahre. Die Geschlechtsreife von Frettchen tritt zwischen dem 8. und 10. Lebensmonat ein. Die Paarungszeit beginnt alljährlich Mitte März und endet Mitte Juli. Nach 40 bis 45 Tagen bringen die Weibchen 3-7 Junge zur Welt.

 

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Anschaffung

Wenn Sie sich für Frettchen als Heimtiere entschieden haben, wenden Sie sich an eine Tierhandlung bzw. an seriöse ZüchterInnen. Kaufen Sie Frettchen niemals als Geschenk oder spontan.

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Haltung

Frettchen können zwar als Heimtiere gehalten werden, stellen jedoch, bei artgerechter Haltung, sehr hohe Ansprüche. Sie brauchen sehr viel Zeit, Platz und eine ausgewogene Ernährung. Frettchen schlafen je nach Jahreszeit bis zu 18 Stunden täglich. Wobei die Schlafphasen, aufgrund der kurzen Verdauungszeit, ca. 3-4 Stunden dauern.

Das Frettchen ist ein Raubtier und eignet sich daher nicht zur gemeinsamen Freilaufhaltung mit Nagetieren oder anderen kleineren Heimtieren, da diese als Beutetiere gesehen werden könnten.

Die Mindestanforderungen an die Haltung von Frettchen in Bezug auf Käfiggröße, Freilauf (mehrere Stunden täglich außerhalb des Käfigs) und veterinärmedizinische Maßnahmen (Verbot die Geruchsdrüsen zu Entfernen) ist in der 2. Tierhaltungsverordnung gesetzlich festgeschrieben.

Beachten Sie, dass es sich hierbei um Mindestanforderungen handelt. Generell gilt: Je größer der Käfig und je mehr Freilauf täglich, desto besser.

Es wird darauf hingewiesen, dass das Aussetzen von Frettchen in die freie Wildbahn verboten ist, da die Tiere keine Überlebenschance haben.

Wenn Sie mit Ihrem Frettchen verreisen, braucht das dir einen Heimtierausweis. Weitere Informationen zum Thema Urlaub mit Haustieren, können Sie dem Infofolder (in der Box rechts) entnehmen.

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Ernährung und Gesundheit

Frettchen gehören zu den Raubwildtieren, d.h. ihre Ernährung ist sehr fleischhaltig, bei reiner Fleischfütterung kommt es jedoch zu Mangelerscheinungen. Durch die anatomische Besonderheit des Margen-Darm-Traktes (sehr kurzer Dickdarm) und der damit verbundenen kurzen Verdauungszeit, sollte Trockenfutter jederzeit zur Verfügung stehen. Spezielles Frettchenfutter (Trocken- und Nassfutter) ist im Handel erhältlich. Ein Wassernapf mit frischem Wasser muss immer zur Verfügung stehen. Es ist wichtig, sich vor der Anschaffung von Frettchen fachlich beraten zu lassen und sich vorab eine Tierärztin bzw. einen Tierarzt mit Erfahrung im Umgang mit Frettchen zu suchen.

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Zusatzinformationen: