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Österreichische Psychiatrieberichte (2001 und 2004)

Der Begriff  "mental health" umfasst im englischen Sprachgebrauch nicht nur die psychische Gesundheit, sondern auch die Verhütung und Behandlung psychischer Krankheiten. Diesem Bereich ist aus gesundheitspolitischer Sicht ein besonders hoher Stellenwert beizumessen.

Laut Weltgesundheitsorganisation stehen Depressionen an vierter Stelle der häufigsten Krankheiten; im Durchschnitt ist jeder vierte Mensch einmal in seinem Leben von einer massiven psychischen Beeinträchtigung betroffen, für deren positive Bewältigung er professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss.

Es gilt daher, der Förderung des Bereichs "mental health" sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen und diesen Aspekt der Gesundheitspolitik noch weiter zu verstärken. Um dem Rechnung zu tragen, hat das Ludwig-Boltzmann-Institut für Sozialpsychiatrie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Heinz Katschnig im Auftrag des Staatssekretariats für Gesundheit einen gesamtösterreichischen Psychiatriebericht erstellt.

Österreichischer Psychiatriebericht 2001

Der erste Teil dieses Berichtes ist anlässlich des "World Health Day on Mental Health" der WHO erschienen und stellt die für Österreich zugänglichen Daten über die psychiatrische und psychosoziale Versorgung dar. Zusammen mit einem später erscheinenden analytischen Teil wird damit erstmals ein gesamtösterreichischer Überblick über den Bereich der psychischen Gesundheit und der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung der Bevölkerung vorliegen, der als Grundlage für weitere Maßnahmen im Bereich der Prävention sowie eine gezielte Strukturentwicklung dienen soll.

Österreichischer Psychiatriebericht 2004

Trotz seiner gut dokumentierten großen Bedeutung wird das Gebiet der psychischen Gesundheit aber heute bestenfalls vernachlässigt, schlimmstenfalls durch Stigmatisierung und Diskriminierung ins Abseits gedrängt. Ziel des Österreichischen Psychiatrieberichtes 2004 ist es, dieser Tendenz wenigstens durch Informationsvermittlung entgegen zu wirken und dem Thema der psychischen Gesundheit und psychischen Krankheit eine erhöhte Sichtbarkeit und Akzeptanz zu verleihen.

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