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Entwicklung und Erarbeitung einer Strategie zur psychischen Gesundheit

Psychische Erkrankungen und Störungen des seelischen Wohlbefindens sind verantwortlich für 20 bis 25 Prozent der Krankheitslast (burden of disease) in der Europäischen Region und sind für jedes Land eine enorme Herausforderung im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Die Arbeitsprogramme der EU und WHO haben aus diesem Grund ein besonderes Augenmerk auf die Themen psychische Gesundheit und Wohlbefinden. An Strategien zur Verbesserung der psychischen Gesundheit wird seit 2005 intensiv gearbeitet.

WHO Europa-Konferenz in Helsinki 2005

Um die Bedeutung der psychischen Gesundheit in den Mittelpunkt zu rücken, initiierte die WHO Europa 2005 eine Konferenz in Helsinki für die GesundheitsministerInnen aller Mitgliedsstaaten der WHO-Region Europa. Das Ergebnis der Konferenz war das Abstecken der Kursrichtung für die kommenden Jahre mit einer "Erklärung" und einem "Aktionsplan":

Europäische Erklärung (2005) 

Die "Europäische Erklärung zur psychischen Gesundheit" (2005) oder "Helsinki-Deklaration" umfasst zwölf Bereiche, in denen Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit erforderlich sind. Zum Beispiel:

  • spezifische Gesundheitsförderung und Prävention
  • Entstigmatisierung und Entdiskriminierung
  • Stress- und Suizidprävention
  • Verbesserung der Versorgung im niedergelassenen Bereich unter Einbeziehung der Hausärzte
  • Wiedereingliederung in das Arbeits- und soziale Leben sowie
  • Verstärkung der Forschungs- und Ausbildungsinitiativen

 Europäischer Aktionsplan (2005)

Der "Europäische Aktionsplan für psychische Gesundheit" (2005) soll den einzelnen Ländern helfen die Ziele der "Helsinki Deklaration von 2005" zu konkretisieren.

WHO Europa-Tagung in Izmir 2013

Europäischer Aktionsplan (2013)

Bei der "WHO-Tagung des Regionalkomitees für Europa" in Izmir im September 2013 wurde zur Förderung der psychischen Gesundheit in der "Europäischen Region" der "Europäische Aktionsplan für psychische Gesundheit" (2013)  beschlossen. Vier Kernziele wurden hervorgehoben:

  • Recht auf lebenslanges psychisches Wohlbefinden
  • Schutz der Menschenrechte für Personen mit psychischen Problemen
  • positiver Einfluss gemeindenaher Dienste und
  • Anspruch jedes Menschen auf respektvolle, sichere und wirksame Behandlung

Zielvorgaben in Österreich - Beirat für Psychische Gesundheit

In Österreich wurde für die Umsetzung der Ziele von Helsinki und der Aufgaben im Bereich psychische Gesundheit sowie zur fachlichen Beratung der Gesundheitsministerin der "Beirat für Psychische Gesundheit" eingerichtet. Der Beirat ist interdisziplinär und multiprofessionell zusammengesetzt. Der "Beirat für psychische Gesundheit" hat u.a. die Aufgaben Empfehlungen für strategische Konzepte auszuarbeiten und nationale Projekte zu begleiten.

  • Empfehlung für eine Nationale Strategie zur psychischen Gesundheit
  • Nationale Projekte in Österreich

Suizidprävention Austria SUPRA
Ziel ist Sicherstellung einer nachhaltig und qualitativ hochwertigen Suizidprävention in Österreich

Österreichischer Schizophreniebericht (2008)
Erster Bericht zur Situation von an Schizophrenie Erkrankten in Österreich

"PSY-Pfade 1" - Behandlungspfade psychisch Kranker
Aufarbeitung von Behandlungspfaden für effektive und effiziente Gesundheitsplanung

Zusatzinformationen: