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- 4.12 Tiergesundheit
- 4.13 VerbraucherInnengesundheit
- 5 Presse
- 6 Service
Hauptinhalt:
Kindergesundheitsdialog
- Allgemeines
- Ziele des Kindergesundheitsdialoges
- Die größten Defizite und Risikofaktoren:
- Schutzfaktoren:
- Im Kindergarten und der Schule die Gesundheit fördern
- Erfolg mit Mutter-Kind-Pass
Allgemeines
In Österreich leben 1,7 Millionen Menschen unter 19 Jahren. Diese Kinder und Jugendlichen haben keine Lobby, wir müssen Verantwortung für sie mitübernehmen. Es ist Aufgabe der Politik, die Versorgungsqualität für Kinder zu optimieren, Defizite in der Kindergesundheit aufzuzeigen und Lösungen dafür zu finden", so Gesundheitsminister Alois Stöger am Mittwoch (28.04.2010) beim Start des "Kindergesundheitsdialogs", dessen Ziel es ist, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik bis Sommer des nächsten Jahres eine Strategie zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit aller Kinder in Österreich zu entwickeln. Kindergesundheit hängt in hohem Maße von der Beziehung zu den Eltern und von sozialen Faktoren ab.
In Österreich leben 90.000 Kinder in Armut, 250.000 sind armutsgefährdet. Daher gelte es, die Kindergesundheit zu stärken, so Stöger.
Ziele des Kindergesundheitsdialoges
- Erarbeitung einer neuen Kindergesundheitsstrategie mit einem starken Fokus auf Gesundheitsforderung und strukturelle Pravention im Sinne einer Health in All Policies-Strategie: Es sollen dazu möglichst alle beteiligten Interessensgruppen und Politikbereiche eingebunden werden, um das Ziel der nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit für alle Kinder zu erreichen.
- Weiterentwicklung einiger bereits begonnener Arbeitsbereiche, wie etwa Kinderarzneimittel, Rehabilitation und Kompetenzzentren.
- Erarbeitung konkreter Lösungsansatze in Bereichen der Versorgung.
- Ist-Analyse, Definition von Problemfeldern und nötigenfalls Erarbeitung von Lösungsansatzen im Bereich In.Vitro.Fertilisation, Hormontherapie, Kaiserschnittrate und Frühgeburtlichkeit.
- Erarbeitung von Verbesserungsvorschlagen im Bereich der psychosozialen Gesundheit.
Die größten Defizite und Risikofaktoren:
- steigende Anzahl übergewichtiger Kinder
- Zigaretten- und Alkoholkonsum
- niedriger sozioökonomischer Status
- Migrationshintergrund
- schlechte Familienverhältnisse
Schutzfaktoren:
- Ein unterstützendes Umfeld
- Zusammenhalt
- Freunde
- Lebensfreude
Diese Schutzfaktoren muss die Gesundheitspolitik stärken.
zum SeitenanfangIm Kindergarten und der Schule die Gesundheit fördern
Ein zentrales Thema im "Kindergesundheitsdialog" wird die Rehabilitation von Kindern sein. Dazu hat Gesundheitsminister Stöger bereits eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse in den Dialog einfließen werden. "Je früher bei Kindern und Jugendlichen angesetzt wird, desto eher schafft man mit geringen Investitionen große Wirkung", erklärt Stöger. Der Minister setzt deshalb bereits im Bereich des Kindergartens und der Schule Schwerpunkte.
zum SeitenanfangErfolg mit Mutter-Kind-Pass
Ein "Klassiker" im Bereich der Kindergesundheit ist der Mutter-Kind-Pass, der seit 2010 zusätzliche wichtige Untersuchungen umfasst. Dadurch konnte die Säuglingssterblichkeit stark gesenkt werden. Ärzte GmbHs, welche die ambulante Versorgung in der Region stärken sollen, werden ermöglicht. "Wir brauchen aber auch gut ausgebildete Fachkräfte für die Kinder- und Jugendgesundheit", so Stöger. Eine neue Verordnung bringt 25 zusätzliche Ausbildungsplätze für die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auch die Ernährung und Bewegung von Kindern spielen eine zentrale Rolle. Der Nationale Aktionsplan Ernährung sowie ein Aktionsplan zum Thema Bewegung sollen die Situation der Kinder in beiden Bereichen verbessern. "Diese Maßnahmen habe ich als Gesundheitsminister bereits gesetzt, für ein gesundes Umfeld ist aber auch die Vernetzung verschiedener Politikbereiche wichtig", betont Stöger.
zum SeitenanfangZusatzinformationen:
Information
Informationsmaterialien zum Kindergesundheitsdialog


