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Dengue-Fieber

Erreger

Dengue-Fieber ist eine in Österreich meldepflichtige Viruserkrankung (Flavivirus, 4 verschiedenen Serotypen – Dengue 1-4), die durch den Stich weiblicher Mücken übertragen wird. Brutstätten der Mücken können Ansammlungen von Wasser sein (u.a. Übertöpfe/Untersetzer von Pflanzgefäßen, ...). Im Unterschied zu Malaria erfolgt der Stich der Mückenweibchen meistens am Tag.

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Risikogebiete

Tropen und Subtropen (z.B.: Zentralamerika, Karibik, Südamerika, Pazifik, Südostasien, Afrika).

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Symptome

Die Symptome treten ca. 2 bis 10 Tage nach dem Stich auf.
Typisch ist die sogenannte Dengue-Trias: Fieber, Ausschlag sowie Kopf-, Muskel-, Glieder-, Knochen- und Gelenkschmerzen.

Selten tritt bei der Erstinfektion das lebensbedrohliche hämorrhagische Dengue-Fieber (DHF) oder Dengue-Schock- Syndrom ( DSS ) auf – diese Verlaufsformen sind typisch für eine Zweitinfektion mit einem anderen Denguevirus-Typ. Personen, die eine Dengue-Infektion durchgemacht haben, sind daher nicht immun sondern sind im Gegenteil einem hohen Risiko eines sehr schweren Krankheitsverlaufes ausgesetzt.

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Diagnose und Therapie

Die Diagnose erfolgt entweder auf Grund der klinischen Symptome oder mittels labormedizinischer Untersuchungen. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, kann nur eine symptomatische Behandlung des Fiebers und der Schmerzen erfolgen. Es dürfen aber keinesfalls Acetylsalicylsäure (z.B. Wirkstoff in Aspirin) oder andere Salicylate gegeben werden, da diese die durch die Infektion vorhandene Blutungsneigung erhöhen!

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Prophylaxe

Es existiert keine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe gegen die Erkrankung. WICHTIG: Die Mücken sind tagsüber oder am frühen Abend aktiv, daher zu diesen Zeiten Mückenschutzmittel (Repellents) verwenden.

ACHTUNG! Die Erstinfektion ist meist harmlos – aber nach überstandener Erstinfektion ist eine zweite Infektion schwerwiegend und kann tödlich enden - hämorrhagischen Dengue-Fieber (DHF) oder Dengue-Schock-Sydrom (DSS)! Personen, die sich in einem Risiko gebiet aufgehalten haben und unter grippeähnlichen Beschwerden oder den oben angegebenen Symptomen leiden sollten einen Arzt oder eine Ärztin unter Hinweis auf die Reiseroute aufsuchen.

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Zusatzinformationen: