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Krankenhaushygiene - PROHYG 2.0

Organisation und Strategie der Krankenhaushygiene

Nosokomiale Infektionen sind solche, die der Patient im Verlaufe eines Spitalsaufenthaltes erwirbt. Bei kurzen Spitalsaufenthalten manifestieren sich diese Infektionen oft erst nach der Entlassung aus dem Spital. Die Erreger sind vielfältig. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich überwiegend um Mitglieder der normalen Mikrobenflora des Organismus handelt sowie um Mikroben, die aus dem Lebensumfeld des Menschen stammen. Nosokomiale Infektionen haben eine erhebliche medizinische und ökonomische Bedeutung und stellen eine ständige Herausforderung bei der optimalen Betreuung von Patientinnen und Patienten dar.

Krankenhaushygienische Maßnahmen nehmen in der Vermeidung von nosokomialen Infektionen eine Schlüsselrolle ein. Im Jahr 2002 wurde daher die erste Auflage von PROHYG herausgegeben, welches zu einem Standardwerk im Bereich der Organisation und Strategie der Krankenhaushygiene avancierte.

Die vorliegende Ausgabe PROHYG 2.0 stellt das Ergebnis einer grundlegenden Überarbeitung von PROHYG 2002 dar und berücksichtigt die wissenschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Entwicklungen der letzten Jahre. Innerhalb nur eines Jahres ist es gelungen, dieses interdisziplinäre Projekt unter Mitarbeit von Vertreterinnen und Vertretern aller betroffenen Bereiche umzusetzen. Der großen Bedeutung der Krankenhaushygiene für die Patientensicherheit wurde auch im Bundeszielsteuerungsvertrag 2013 Rechnung getragen, in dem die Adaptierung von PROHYG 2.0 als Grundlage für einen Bundesqualitätsstandard als wichtige Maßnahme verankert wurde. Das öffentliche Konsultationsverfahren zum Bundesqualitätsstandard startete Mitte November.

(11.3.2015)

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