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Gesundheitsfolgenabschätzung zum verpflichtenden Kindergartenjahr

Als wichtiger Schritt der noch am Anfang stehenden Etablierung der Gesundheitsfolgenabschätzung in Österreich wurde ein Pilotprojekt zum verpflichtenden Kindergartenjahr durchgeführt, um zu lernen, Methoden zu erproben und ein österreichisches Referenzprojekt für die Informationsarbeit in Händen zu haben.

Die Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA; international als Health Impact Assessment etabliert) ist ein systematischer Prozess zur Analyse und Bewertung geplanter politischer Vorhaben hinsichtlich der möglichen positiven und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und auf deren Verteilung innerhalb der Bevölkerung. Sie unterstützt eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung der zuständigen EntscheidungsträgerInnen.

Ziel des Pilotprojektes ist die Identifizierung und Analyse möglicher positiver sowie negativer Gesundheitsauswirkungen der 15a-Vereinbarung zum verpflichtenden Kindergartenjahr (halbtägige, kostenlose und verpflichtende frühe Förderung in institutionellen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen) mit besonderem Fokus auf die Gesundheit der Kinder - im Sinne des umfassenden Gesundheitsbegriffes der Weltgesundheitsorganisation -, und zwar unter Berücksichtigung von drei Szenarien:

  • kein verpflichtendes Kindergartenjahr
  • ein verpflichtendes Kindergartenjahr
  • zwei verpflichtende Kindergartenjahre

Die Auswirkungen auf die Eltern, die Pädagoginnen bzw. Pädagogen und Betreuungspersonen bzw. auf den Kindergarten als Teil des Bildungssystems werden ebenfalls berücksichtigt, da diese mittelbar die Kinder betreffen. Ergebnis der GFA sind ein Erfahrungsbericht und ein Endbericht.