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Patient/inn/enorientierung in österreichischen Krankenanstalten

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Ziel des Projektes war die nachhaltige Verbesserung von Patienten- und Patientinnenorientierung in der stationären Betreuung. Dies sollte durch eine österreichweite Entwicklung und Umsetzung von erfolgreichen Verbesserungsmaßnahmen und deren Evaluierung und Qualitätssicherung durch Befragungen von Patienten/Patientinnen und Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen erfolgen.

Patienten-/Patientinnenorientierung setzt bei Bedürfnissen und Erwartungen von Patienten und Patientinnen an. Studien zeigen, dass Patienten und Patientinnen neben einer strukturell gesicherten, fachlich guten und gut koordinierten Behandlung vor allem im Bereich von Kommunikation und Information zentrale Anforderungen artikulieren.

21 österreichische Krankenanstalten, die sich zu einer Mitarbeit bereit erklärt haben, bildeten von Februar 2002 bis Juli 2004 eine bundesweite Benchmarking-Gruppe.

Die wissenschaftliche Begleitung, Beratung und Koordination des Benchmarking-Projektes des Strukturfonds des Bundes (Geschäftsführung BM für Gesundheit) wurde vom Ludwig Boltzmann Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie geleistet.

121 Maßnahmen wurden in 13 inhaltlichen Bereichen umgesetzt. Sie umfassen den gesamten Prozess der stationären Versorgung von der Aufnahme auf die Station über die medizinische und pflegerische Betreuung bis zur Entlassungsvorbereitung. Für jede Maßnahme wurde die Planung und Umsetzung dokumentiert und eine Bewertung der Nachhaltigkeit und Transferwürdigkeit durchgeführt.

Eine ausführlichere Darstellung der Maßnahmen inklusive Kontaktinformationen zu den Projektstationen steht in Form eines Maßnahmenkatalogs zur Verfügung.

Für eine Erhebung des Status Quo von Patienten-/Patientinnenorientierung an den Projektstationen zu Projektbeginn und zur Evaluation nach erfolgter Umsetzung der Maßnahmen wurden im Herbst 2002 und im Herbst 2003 jeweils Patienten-/Patientinnen– und Mitarbeiter/innenbefragungen durchgeführt. Insgesamt wurde die Meinung von 7.179 Patienten und Patientinnen und 1.792 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen erhoben.

Die Ergebnisse der Evaluationserhebungen zeigen auf, dass sich in allen Leistungsbereichen Verbesserungen erzielen lassen.

Weiterer Entwicklungsbedarf liegt bei der Information für Patienten und Patientinnen insbesondere zum Tagesablauf auf der Station, zu Medikamenten, die in der Krankenanstalt eingenommen werden, und zur Wiederaufnahme der gewohnten Lebensaktivitäten nach der Entlassung.

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