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Österreichischer Strukturplan Gesundheit – ÖSG 2012

Der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) ist der verbindliche Rahmenplan für die integrierte Planung der österreichischen Gesundheitsversorgungsstruktur. Er basiert auf der zwischen dem Bund und allen Bundesländern getroffenen Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens (BGBl. I Nr. 105/2008) und stellt die Grundlage für Detailplanungen auf regionaler Ebene – insbesondere für die Regionalen Strukturpläne Gesundheit (RSG) – dar (siehe auch RSG-Monitoring). Der ÖSG wurde erstmals 2006 vereinbart. Die nunmehr vierte Revision, der ÖSG 2012, wurde am 23.11.2012 von der Bundesgesundheitskommission beschlossen und ist mit diesem Datum in Kraft getreten.

Der ÖSG 2012 stellt eine konsequente Weiterentwicklung des ÖSG 2010 dar und ist weiterhin als Leistungsangebotsplan mit Planungshorizont 2020 konzipiert. Die wesentlichen Neuerungen und Anpassungen gegenüber dem ÖSG 2010 umfassen folgende Punkte:

  • Integration der überregionalen Versorgungsplanung zur Bündelung komplexer spezialisierter Leistungsangebote (Referenzzentren für Herzchirurgie, Transplantationschirurgie, ausgewählte neurochirurgische Akutleistungen, Kinder-Herzchirurgie, Kinder-Kardiologie, pädiatrische hämatologisch-onkologische Versorgung)
  • Integration von „transformierten" Qualitätskriterien für private nicht gemeinnützige Akut-Krankenanstalten (Sanatorien)
  • Aktualisierungen und Ergänzungen kleineren Umfangs (u.a. betreffend Planungsrichtwerte sowie die Bereiche Kinder-Dialyse, Gefäßchirurgie und Kinder-Anästhesie)
  • Aktualisierung sämtlicher Basisdaten und Kartendarstellungen auf den Beobachtungszeitraum 2010/2011
  • Aktualisierung des Großgeräteplans (inkl. Ist-Stand 2011)

Der ÖSG wird regelmäßig (alle zwei bis drei Jahre) revidiert. Zwischen den Revisionszeitpunkten können bei Bedarf Aktualisierungen von Teilbereichen vorgenommen werden. Derartige zwischenzeitliche Aktualisierungen betreffen insbesondere folgende Teile des ÖSG:

  • Die revidierte Fassung des Kapitels 3 – Rehabilitation wurde am 28.6.2013 von der Bundes-Zielsteuerungskommission beschlossen und nunmehr in den ÖSG 2012 integriert.
  • Die Leistungsmatrix wird jährlich auf Basis des LKF-Modells aktualisiert und steht als separates Dokument in der jeweils gültigen Fassung zum Herunterladen bereit. Die derzeit gültige Leistungsmatrix auf Basis des LKF-Modells 2014 wurde am 28.6.2013 beschlossen. Darin sind nunmehr die Mindestfrequenzen pro Jahr und Standort (MFS) für zwei weitere Leistungsbündel (Adipositas-Chirurgie exkl. Gastric banding sowie Carotis-Thrombendarterektomie) aufgrund der Evidenz des Zusammenhangs zwischen der Fallzahl und der Verbesserung des medizinischen Outcomes verbindlich festgelegt worden.
  • Der bundesweite Großgeräteplan wird anlassbezogen, d.h. nachdem die Bundes-Zielsteuerungskommission Änderungen beschlossen hat, aktualisiert und steht in der jeweils gültigen Fassung als separates Dokument zum Herunterladen bereit (siehe „ÖSG 2012 – Kapazitätsplanung und Großgeräteplan“).

Der ÖSG 2012 wird in modularer Form (Textteil und vier Matrizen) in der jeweils gültigen Version zum Herunterladen angeboten. Darüber hinaus stehen Zusatzinformationen betreffend die dem ÖSG zugrundeliegende regionale Gliederung (siehe unten) sowie die im ÖSG erwähnten Handbücher – Handbuch Personalplanung (siehe unten), Prozesshandbuch für Hospiz- und Palliativeinrichtungen sowie Prozesshandbuch Akutgeriatrie/Remobilisation (siehe Links in den Info-Boxen) – zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert: 29.02.2016

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