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A-IQI - Bundesweit einheitliche Ergebnisqualitätsmessung aus Routinedaten/ Austrian Inpatient Quality Indicators

A-IQI (Austrian Inpatient Quality Indicators) ist ein Projekt der Bundesgesundheitsagentur zur bundesweit einheitlichen Messung von Ergebnisqualität im Krankenhaus. Aus Routinedaten werden dabei statistische Auffälligkeiten für definierte Krankheitsbilder in einzelnen Krankenanstalten identifiziert. Betrachtet werden dabei in erster Linie Sterbehäufigkeiten, aber auch Intensivhäufigkeiten, Komplikationen, Mengeninformationen, Operationstechniken sowie Versorgungs- und Prozessindikatoren.

Das System baut auf einer Analyse der statistischen Auffälligkeiten und der Gründe hierfür auf. In einem ersten Schritt sollen die Krankenanstalten nach den Gründen der Abweichungen von den Zielbereichen suchen. Können die statistischen Auffälligkeiten nicht erklärt werden, wird mittels einer Fremdanalyse und im kollegialen Dialog (Peer Review Verfahren) nach deren Ursachen gesucht.

Aufbauend auf dieser Analyse werden gemeinsam zwischen den externen Peer-Reviewern (speziell für diese Aufgabe geschulte Primarärztinnen und Primarärzte) und den Verantwortlichen der jeweiligen Krankenanstalt qualitätsverbessernde Maßnahmen erarbeitet.

Der wissenschaftliche Beirat für A-IQI wird die Weiterentwicklung und die Neuentwicklung von Indikatoren (z.B. in der Onkologie) - auch mit Hinblick auf den internationalen Kontext - definieren und zur weiteren Anwendung vorschlagen.

Die Vorteile des entwickelten Systems liegen in der bundesweiten Ausrollung, dem geringen Erhebungsaufwand und der gemeinsamen Datengrundlage. Dadurch ist die Akzeptanz des A-IQI-Systems mit Peer Reviews in Österreich sehr hoch, vor allem bei Ärztinnen und Ärzten.

Die Vergleichbarkeit des Systems mit Deutschland und der Schweiz ist ein weiterer Vorteil für die Qualitätsarbeit mit A-IQI.

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