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Neues Konzept zur Primärversorgung

Ende März 2014 wurde im Rahmen der Bundesgesundheitskonferenz der Startschuss zur Neugestaltung der Primärversorgung in Österreich gesetzt. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie die gesundheitliche Versorgung der Zukunft aussehen kann und was vor allem die Patientinnen und Patienten brauchen, um optimal betreut zu werden.

Nach einem breiten Dialog mit allen Verantwortungsträgern im Gesundheitswesen setzt Österreich mit einem Zukunftskonzept zur sogenannten Primärversorgung klare Schritte einerseits in Richtung mehr Serviceleistungen und umfassendere Betreuung für Patientinnen und Patienten, andererseits zur Attraktivierung des Arzt- sowie der Gesundheitsberufe.

Der einstimmige Beschluss des Konzepts für die Primärversorgung im Rahmen der Bundeszielsteuerungskommission am 30. Juni 2014 durch Gesundheitsminister Alois Stöger, Staatssekretär Mag. Jochen Danninger, Oberösterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Wiens Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely, Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Dr. Christian Bernhard, Kärntens Gesundheitslandesrätin Beate Prettner sowie den VertreterInnen der Sozialversicherungen, allen voran durch den Vorsitzenden des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, Dr. Hans Jörg Schelling, unterstreicht die gesundheitspolitische Geschlossenheit von Bund, Ländern und Sozialversicherungen.

Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt

Ziel ist es, dass für alle Menschen mit gesundheitlichen Anliegen und Problemen jederzeit leicht zugängliche Kontaktstellen und AnsprechpartnerInnen zur Verfügung stehen. Durch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit von AllgemeinmedizinerInnen und durch Vernetzung mit anderen Gesundheitsberufen, werden längere Öffnungszeiten ermöglicht. Patientinnen und Patienten sollen in Zukunft den gesamten Behandlungsweg über begleitet werden.

Terminvereinbarungen werden somit wesentlich erleichtert, doppelte Arztwege vermieden und Wartezeiten verkürzt. Das Wissen und die Fähigkeiten anderer Berufe fließen bei der Betreuung ein. Eine so gestärkte Primärversorgung sorgt auch für eine noch bessere gesundheitsorientierte Betreuung chronisch kranker Menschen und ermöglicht aktive Gesundheitsförderung.

Klare Verbesserungen für Ärztinnen und Ärzte und die Gesundheitsberufe

Der Hausarzt bzw. die Hausärztin kann sich in Zukunft mit anderen Gesundheitsberufen stärker vernetzen und erhält die Möglichkeit, besser als bisher in einem Team zusammenzuarbeiten. Damit wird auch auf Forderungen der Ärzteschaft nach attraktiveren Arbeitsbedingungen und einer besseren Work-Life-Balance für Ärztinnen und Ärzte reagiert. Es wird ein ganz neues Arbeitsklima geschaffen.

Zuletzt aktualisiert: 6.11.2015

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