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HPV-Impfung

Was ist HPV?

HPV steht für Humane Papillom Viren, welche eine größere Gruppe von Viren umfasst. Die für die Erkrankung relevanten Viren werden durch direkten Schleimhautkontakt übertragen, wie durch sexuelle Kontakte oder während der Geburt von der Mutter auf das Kind. Bestimmte Virentypen können zu infektiösen, stark wachsenden Hautveränderungen im Genitalbereich (Kondylome/Feigwarzen) führen. Andere sogenannte "Hochrisiko Typen" sind die Ursache für die Entwicklung bösartiger Tumoren. Dazu zählen ein Großteil der Gebärmutterhals-Karzinome sowie andere Tumore sowohl im Genitalbereich als auch im Mund/Rachen Bereich. Gebärmutterhalskrebs stellt weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung als auch Krebstodesursache bei Frauen dar. In der Altersgruppe der 15-44 Jährigen ist das Zervixkarzinom sowohl die zweithäufigste Krebserkrankung als die auch zweithäufigste Krebstodesursache.

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Warum soll mit vollendetem 9. Lebensjahr geimpft werden?

Der größte Nutzen der Impfung tritt ein, wenn diese zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem noch kein Kontakt mit HPV stattgefunden hat. Also idealerweise bevor die ersten sexuellen Kontakte stattfinden. Zudem haben Untersuchungen eindeutig ergeben, dass die Impfantwort bei Kindern in dieser Altersgruppe am Besten ist. Die gebildeten Antikörper können ein Eindringen der Viren in die Körperzellen und somit die Infektion optimal verhindern.

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Wann soll geimpft werden?

Die Impfung wird für alle in Österreich lebenden Mädchen und Buben in der vierten Schulstufe kostenfrei im Rahmen des bestehenden Schulimpfprogramms angeboten. Zusätzlich wird die Impfung an öffentlichen Impfstellen der Bundesländer und/oder von niedergelassenen Impfärzten bis zum vollendeten 12. Lebensjahr (= 12. Geburtstag) kostenfrei angeboten. Während der Einführungsphase können sich zusätzlich auch Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr (= 15. Geburtstag) zu einem günstigen Selbstkostenpreis impfen lassen. Der Impfstoff wird bis zum vollendeten 15. Lebensjahr in zwei Teilimpfungen im Mindestabstand von sechs Monaten verabreicht. Für ältere Impflinge gilt ein 3-teiliges Impfschema (zwei und sechs Monate nach der Erstimpfung). Die Impfung ist intramuskulär (bevorzugt im Oberarm) zu verabreichen.

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Warum sollen Mädchen und Buben geimpft werden?

Die Impfung schützt vor der Entstehung eines Großteils der HPV-bedingten Krebsformen und Genitalwarzen und somit haben alle einen direkten Nutzen von der Impfung. HPV wird sowohl von Frauen als auch von Männern übertragen. Wenn sowohl Mädchen als auch Buben geimpft werden, wird die Infektionskette effektiv durchbrochen. Das führt dazu, dass die Erkrankung bzw. Erkrankungsvorstufen in der Bevölkerung generell abnehmen.

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Sind Auffrischungsimpfungen notwendig?

Die bisherigen Untersuchungen geben Hinweise auf einen langanhaltenden Impfschutz. Die Dauer der Schutzwirkung wird in laufenden Studien international untersucht. Derzeit ergab sich daraus noch keine Empfehlung für eine Auffrischungsimpfung.

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Welche Nebenwirkungen wurden bei der HPV Impfung beobachtet?

Auch Impfungen können Nebenwirkungen haben. Die Gebrauchsinformation des Impfstoffes (PDF 129 KB) informiert Sie über die Zusammensetzung, mögliche Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte melden Sie alle Reaktionen und Nebenwirkungen, insbesondere auch solche, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, unverzüglich Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt.

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Ist die Vorsorgeuntersuchung "Krebsabstrich" bei Frauen weiterhin wichtig?

Ja. Trotz Impfung wird auch weiterhin dringend angeraten, die regelmäßigen Krebsabstriche (PAP- Abstriche) durchführen zu lassen, da die Impfung vor den häufigsten und gefährlichsten aber nicht vor allen HPV-Typen schützt. (25.8.2014)

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