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Studie: Sensitive Areas & GM-maize cultivation

Die im Auftrag des BMG verfasste Studie mit dem Titel "Sensitive Areas & GM-maize cultivation" ist von einem Autorenteam des Umweltbundesamtes sowie Frau Dr. Kathrin Pascher (University of Natural Resources and Life Sciences) erstellt worden und erschien 2013.

Zusammenfassung:

Die EU-Gesetzgebung in Bezug auf GVOs erlaubt die fallspezifische Berücksichtigung ökologisch besonders sensibler Gebiete in Bezug auf bestimmte Maßnahmen wie z. B. Einschränkungen eines GVO-Anbaus. Dazu ist eine Definition des Begriffs „ökologisch besonders sensibles Gebiet" notwendig. Daneben muss festgelegt werden, welche Kriterien und Indikatoren für ihre Identifizierung herangezogen werden können. Auf dieser Basis kann dann die jeweilige Auswahl der „ökologisch besonders sensiblen Gebiete" durch die Mitgliedsstaaten erfolgen, und die entsprechende Begründung von Anbaueinschränkungen ausgearbeitet werden.

Die vorliegende Studie fokussiert auf den Anbau von insektenresistenten und herbizidtoleranten GV-Mais, da diese im Moment die größte Bedeutung in der EU haben. Der Bericht gibt einen Überblick über den rechtlichen Hintergrund und beschreibt das Maisanbaugebiet in Österreich. Dieses Gebiet wurde als Projektgebiet definiert, da angenommen werden kann, dass nur hier ein potentieller GV-Mais Anbau stattfinden kann, der negative Effekte auf ökologisch besonders sensible Gebiete haben könnte.

Die Entwicklung eines Kriterienkataloges als Basis für die Identifizierung dieser besonders sensiblen Gebiete sowie für eine entsprechende Begründung wird beschrieben. Dies inkludiert die Diskussion möglicher Gebietskategorien und Umwelteffekte von GV-Mais, welche berücksichtigt werden müssen. Der Kriterienkatalog wird präsentiert sowie Kriterien, Indikatorgruppen und Indikatoren im Detail beschrieben.

Um ökologisch besonders sensible Gebiete identifizieren zu können, sind Daten für die entsprechenden Indikatoren notwendig. Deshalb wurde eine umfassende Datenrecherche durchgeführt, um potentielle Datenquellen zu identifizieren. Die Datenanalyse wird dargestellt, wobei unter anderem Vor- und Nachteile der Daten, sowie deren Nutzbarkeit diskutiert werden. Die Anwendbarkeit des Kriterienkataloges und der ausgewählten Daten wurden in einem Fallbeispiel (GV-Mais MON89034xMON88017) getestet. In diesem Fallbeispiel wurde nicht nur eine Karte ökologisch besonders sensibler Gebiete entwickelt, sondern auch entsprechende Begründungen erarbeitet, um diese Gebiete im Zulassungsverfahren nominieren zu können.

Es konnte gezeigt werden, dass auf Basis der verfügbaren Daten und abhängig von den Eigenschaften des jeweiligen GVOs ökologisch besonders sensible Gebiete in einem großen Teil des Maisanbaugebiets Österreichs definiert werden können.

(20.2.2014)

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