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Trans-Fettsäuren-Verordnung

Künstliche Transfette sind die gefährlichsten Fette. Sie haben in Lebensmitteln keine notwendige Funktion, fördern aber Herzkreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich werden Zusammenhänge mit manchen Krebsformen, Diabetes und anderen häufigen Leiden diskutiert.

Transfettsäuren (TFS) entstehen bei der künstlichen Härtung von pflanzlichen Ölen. Die Teilhärtung dieser Öle erfolgt, damit diese besser in der Lebensmittelherstellung eingesetzt werden können. Durch neue technologische Maßnahmen im Rahmen der Härtung bzw. durch Rezepturänderungen von Produkten ist es möglich, dass keine oder nur sehr wenige Transfettsäuren in Lebensmitteln vorhanden sind.

Die durchschnittliche TFS-Aufnahme hat in den letzten Jahren in einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten tendenziell abgenommen, was in erster Linie auf Änderung der Rezepturen von Lebensmitteln im Hinblick auf die Verringerung des TFS-Gehaltes zurückzuführen war.

Allerdings weisen bestimmte Lebensmittel (z.B. Krapfen, einige Produkte aus Plunder- und Blätterteig) hohe TFS-Gehalte auf, sodass derzeit bei einer ungünstigen Lebensmittelauswahl eine zu hohe Aufnahme möglich ist.

Die "Österreichische Trans-Fettsäuren Verordnung" verbietet, Lebensmittel mit einem Gehalt von mehr als zwei Prozent künstlichen Transfettsäuren im Gesamtfett herzustellen oder in Verkehr zu bringen. Bei zusammengesetzten Lebensmitteln mit einem Fettgehalt von weniger als 20 Prozent ist ein Transfettsäuregehalt von bis zu vier Prozent erlaubt. Die Verordnung gilt nicht für trans-Fettsäuren, die aus Fetten tierischen Ursprungs stammen.

Aus Sicht Stögers ist die Begrenzung der Transfettsäuren in Lebensmitteln "eine seit Jahren überfällige Maßnahme zum Gesundheitsschutz". Zwar habe die Lebensmittelwirtschaft in den vergangenen Jahren viel zur Reduktion der Transfette getan, dies sei aber leider nicht durchgängig der Fall gewesen. Die Notwendigkeit der Maßnahme begründete Stöger zudem mit einem Beispiel: durch falsche Lebensmittelauswahl könne man durchaus auf eine Transfett-Zufuhr von zwölf Gramm pro Tag kommen - empfohlen sei allerdings ein Maximalwert von drei Gramm für Erwachsene und 1,5 Gramm für Kinder.

Durch die verordnete Begrenzung wurde sichergestellt, dass allen Konsumentinnen und Konsumenten transfettsäureärmere Produkte zur Verfügung stehen. Zu den "Risikowaren" zählen u.a. Backwaren, Fertigprodukte wie Fertigteige, Fast Food, Snacks, Knabbereien und süße Brotaufstriche sowie Mikrowellenpopcorn. Das Beispiel Dänemark - bisher alleiniger Vorreiter in der EU - zeigt, dass die Zufuhr von TFS durch eine gesetzliche Begrenzung stark zurückgeht.

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