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Mediensucht- Nutzungsverhalten

Die Vielfalt von Medien führt zu einem großen Informations- und Unterhaltungsangebot, kann aber auch abhängig machen. Der Verdacht einer Sucht liegt dann vor, wenn über einen längeren Zeitraum Folgeerscheinungen auftreten die einen Leidensdruck verursachen. Als Kennzeichen einer Mediensucht sind häufig bestimmte Verhaltensweisen und Handlungseinschränkungen zu beobachten:

  • Fokussierung:
    Der Brennpunkt des Denkens und der Handlungsintention richtet sich darauf, möglichst viel Zeit mit und an den bevorzugten Medien zu verbringen. Dieses zwanghafte Bedürfnis wird als "craving" (Gier, heftiger Drang) bezeichnet.
  • Kontrollverlust:
    Der verbrachte Zeitrahmen am Computer, Handy oder anderen medialen Geräten kann immer schwerer kontrolliert werden. Das Nutzungsverhalten wird laufend intensiviert. Man spricht vom Phänomen der Toleranzsteigerung.
  • Medium hat Priorität:
    Der Umgang mit dem Medium hat für die süchtige Person Priorität, trotz Wissen um soziale, psychische und auch körperliche Folgeschäden.
  • Unfähigkeit zur Verhaltensänderung:
    Aus eigener Kraft ist eine süchtige Person nicht fähig, das Verhalten zu ändern. Es zeigen sich suchttypische Abwehrmechanismen – von der Verleugnung und Bagatellisierung über die Projektion bis hin zur Rationalisierung, wie dem Erfinden ausgeklügelter Rechtfertigungsstrategien.

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