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Erster Kinder-Jugendgesundheitsbericht

Begleitend zur Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie gibt der erste "Österreichische Kinder- und Jugendgesundheitsbericht" Auskunft über die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen in Österreich. Vielfach wurden dazu auch Erhebungen selbstberichteter Gesundheit und Lebenszufriedenheit herangezogen.

Der Bericht berücksichtigt die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen. Individuelle verhaltensbezogene und verhältnisbezogene Einflussfaktoren werden dargelegt. Speziell wird auch auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit eingegangen. Der Bericht hilft, zu beurteilen, wo wir derzeit stehen: So werden Ansatzpunkte zur künftigen Verbesserung der gesundheitlichen Betreuung unserer Kinder und Jugendlichen aufgezeigt.

Kinder und Jugendliche repräsentieren die gesündeste Bevölkerungsgruppe. Ihre Gesundheit hat sich seit Beginn der modernen Gesundheitsversorgung kontinuierlich verbessert. Ein Großteil dieser Entwicklung ist auf die Verringerung der Säuglings- und Kindersterblichkeit sowie die Eindämmung und verbesserte Behandelbarkeit übertragbarer Krankheiten zurückzuführen.

Seit einigen Jahren mehren sich allerdings Befunde, die auf eine Verlangsamung dieses Trends und sogar auf eine tendenzielle Trendumkehr hindeuten. Vor allem chronische Krankheiten wie atopische Erkrankungen, Krebs und Diabetes, Erkrankungen des Bewegungsapparats, Angststörungen, depressive Störungen sowie Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten (ADHS, umschriebene Entwicklungsstörungen) scheinen zugenommen zu haben.

Sie werden unter dem Schlagwort "moderne Morbidität" diskutiert und repräsentieren eine sowohl gesundheitspolitische als auch gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gerät damit nicht nur in Hinblick auf ihre aktuelle Lebensqualität und Leistungsfähigkeit, sondern auch in Hinblick auf eine immer älter werdende Gesellschaft in den Fokus.

Von besonderer Bedeutung erweisen sich in diesem Zusammenhang die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen. Diese beeinflussen ihr Gesundheitsverhalten, ihre Einstellungen, Überzeugungen und Werte sowie ihre Gesundheitskompetenz.

 

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