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Sichere Arzneimittel

Sicherer Arzneimittelkauf im Internet

Seit 25. Juni 2015 dürfen österreichische Apotheken rezeptfreie Medikamente über das Internet verkaufen. Rechtliche Basis bilden die EU-Richtlinie 2011/62/EU, strenge Regelungen im Arzneimittelgesetz (BGBl. I Nr. 48/2013) und die Fernabsatz-Verordnung (BGBl. II Nr. 105/2015). Die Regelungen sollen in erster Linie die Bevölkerung vor den vielen Arzneimittelfälschungen schützen, die im Internet in großer Zahl angeboten werden und ein erhebliches Gesundheitsrisiko für PatientInnen darstellen.

Nur rezeptfreie Medikamente sind erlaubt

Der Versand wird ausschließlich für registrierte öffentliche Apotheken erlaubt, die den strengen Qualitätsvorgaben entsprechen. Das soll die Konsumenten und Konsumentinnen vor Arzneimittelfälschungen schützen und die Arzneimittelsicherheit erhöhen. Darüber hinaus dürfen nur rezeptfreie und in Österreich zugelassene oder registrierte Human-Arzneispezialitäten online verkauft werden.

Der Verkauf von rezeptpflichtigen Arzneimitteln über das Internet bleibt verboten.

Logo und Liste: Legale Apotheken schnell erkennen

Die Bevölkerung soll legale Apotheken einfach und schnell erkennen. Innerhalb der EU kennzeichnet daher ein einheitliches verpflichtendes Logo alle legalen Online-Apotheken. Damit können KonsumentInnen auf einen Blick erkennen, ob sie bei einer zertifizierten und überwachten Stelle kaufen. Zusätzlich führt ein Klick auf das Logo zu einer behördlichen Liste, auf der schnell und unkompliziert kontrolliert werden kann, ob die Apotheke registriert und legal ist. Mehr dazu unter: Arzneimittelkauf im Internet.

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Schutz vor Arzneimittelfälschungen

Das österreichische Gesundheitssystem verhindert derzeit erfolgreich das Einschleusen von Arzneimttelfälschungen. Am legalen heimischen Arzneimittelmarkt sind daher auch keine gefälschten Arzneimittel im Umlauf. Die Medizinmarktüberwachung bewahrt die Patientinnen und Patienten vor unerwünschten Nebenwirkungen und gesundheitsschädlichen Arzneimittelfälschungen. Das Verbot des Versandhandels von rezeptpflichtigen Medikamenten schützt die Konsumentinnen und Konsumenten auch vor der Gefahr von Fälschungen im Internethandel. Über 95 Prozent der im Internet vertriebenen Arzneien sind Fälschungen oder Substandard.

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Sichere Kinderarzneimittel

Um auch Kindern und Jugendlichen die beste medizinische Versorgung bieten zu können, nahm das Forschungsnetzwerk für Kinderarzneimittel "O.K.ids" am 17. Mai 2013 die Arbeit auf. Durch sichere Kinderarzneimittel ergeben sich bessere Behandlungsmöglichkeiten und damit bessere Heilungschancen.

In Zukunft soll sichergestellt werden, dass Medikamente, deren Wirksamkeit bereits bewiesen ist, auch für Kinder sicher sind. Das Projekt wird gemeinsam vom Bundesministerium für Gesundheit und Pharmig, dem Verband der pharmazeutischen Industrie, anschubfinanziert. Das Ministerium stellt für die nächsten fünf Jahre insgesamt 750.000 Euro (150.000 Euro jährlich) zur Verfügung.

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Apotheken-Notruf 1455

Seit 1. Jänner 2011 bietet das Apotheken-Notruf-Service unter der Nummer 1455 österreichweit rund um die Uhr Auskünfte über dienstbereite Apotheken. Blinde und sehbehinderte Menschen haben dadurch einen neuen Zugang zu Arzneimittelinformationen. Sie erhalten über den Apotheken-Notruf kompetente Antworten auf pharmazeutische Fragen direkt von der Apothekerin, dem Apotheker. Ein Teil der 318.000 ÖsterreicherInnen mit dauerhafter Sehbeeinträchtigung kann die Beipacktexte von Arzneimitteln nicht oder nur schwer lesen. Für diese Personengruppe ist der Apotheken-Notruf eine wichtige Möglichkeit, sich fachkundig über Dosierung, Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten zu informieren.

Der Apotheken-Notruf ist rund um die Uhr an 365 Tagen erreichbar. Das BMG unterstützt die Kurznummer, die von der Österreichischen Apothekerkammer betrieben wird.

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