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Gesundheitsfolgenabschätzung - GFA

Grafik Gesundheitsfolgenabschätzung

Die Gesundheitsfolgenabschätzung – international bereits als Health Impact Assessment (HIA) bekannt – ist ein Instrument zur verstärkten Berücksichtigung der gesundheitlichen Auswirkungen von politischen Maßnahmen in verschiedensten Sektoren wie beispielsweise Verkehr, Bildung, Umwelt, Arbeitsmarkt, Infrastruktur. Der GFA - Prozess geht strukturiert der Frage nach, welche weitreichenden gesundheitlichen Konsequenzen ein solches (politisches) Vorhaben voraussichtlich nach sich ziehen wird. Z.B. Gesetz, Strategie, Programm.

Da eine solche Analyse der Gesundheitsauswirkungen zur Verbesserung der Bevölkerungsgesundheit beiträgt, ist sie ein wichtiger Pfeiler im Rahmen einer "Health in all Policies"- Strategie. Sie trägt zu einer gesundheitsförderlichen Gesamtpolitik wie auch zur Förderung von gesundheitlicher Chancengerechtigkeit bei.

In Österreich wurde die GFA erstmals im Rahmen des verpflichtenden Kindergartenjahres erfolgreich erprobt.

Der Leitfaden "Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) in Österreich" zum strukturierten Ablauf einer GFA kann bereits für die Planungsphase eines Projekts hilfreiche Rückmeldungen geben, da man sich schon frühzeitig mit den zu erwartenden gesundheitlichen Folgen auseinandersetzen kann und so bereits in der Strategieentwicklung dementsprechende Vorkehrungen Berücksichtigung finden. Er richtet sich vor allem an Personen, die eine GFA durchführen bzw. aktiv daran teilnehmen und durch deren Empfehlungen betroffen sein könnten. (29.11.2013)