Hauptinhalt:

Logo

Frühe Hilfen

Frühe Hilfen sollen Familien unterstützen, gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen ihrer Kinder zu schaffen. Es ist ein wichtiges Ziel der Gesundheitspolitik die Frühe Hilfen österreichweit zu etablieren und auszubauen. Bis 2017 sollen in 52 Bezirken mindestens 2.000 Familien betreut werden.

Gute Rahmenbedingungen für Kinder schaffen

Frühe Hilfen unterstützen vor allem Familien mit höheren Belastungen, um trotzdem gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen der Kinder zu schaffen. Durch sie sollen gesundheitliche Probleme von Familien und Kindern frühzeitig erkannt und rechtzeitig gegengesteuert werden. Sie sind ein wirksamer Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit und helfen mit, spätere gesundheitliche Risiken zu senken.

Einheitliches Grundmodell für Frühe Hilfen

Das Gesundheitsministerium unterstützt die Etablierung und den Ausbau von Frühen Hilfen in Österreich im Rahmen der Umsetzung der Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie sowie der Rahmen-Gesundheitsziele. Im Auftrag des BMG erarbeitete die „Gesundheit Österreich“ von 2011 bis 2014 in einem Grundlagenprojekt ein einheitliches Grundmodell von Frühen Hilfen und einen Leitfaden zur Unterstützung beim Aufbau von regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerken.

Regionale Frühe Hilfen in allen Bundesländern

Im Einklang mit dem Grundmodell werden in allen Bundesländern regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke auf- und ausgebaut. Bis Mitte 2017 soll in den Bundesländern Vorarlberg, Burgenland und Salzburg ein flächendeckendes Angebot entstehen. In den übrigen Bundesländern werden jeweils ein bis drei regionale Netzwerke aufgebaut. Insgesamt sollen in 52 Bezirken rund 2.000 Familien begleitet werden.

Qualitätssicherung durch Nationales Zentrum

Ein im Auftrag des BMG an der Gesundheit Österreich angesiedeltes Nationales Zentrum Frühe Hilfen fördert und unterstützt die bundesweite Abstimmung und Vernetzung, die Qualitätssicherung der Umsetzung sowie Wissenstransfer und Öffentlichkeitarbeit. Es führt gemeinsame Schulungen und eine überregionale Evaluation durch und sorgt für ein einheitliches Dokumentationssystem.

Für den regionalen Aus- und Aufbau sowie das Nationale Zentrum Frühe Hilfen werden aus den Vorsorgemitteln 2015/16 rund 5 Mio. Euro aufgewendet.

Netzwerke – Familienbegleitung über einen längeren Zeitraum

Im Mittelpunkt der Frühen Hilfen stehen die Frühe-Hilfen-Netzwerke. Sie stellen die Angebote für die Familien zur Verfügung. Sie funktionieren als regionales, multiprofessionelles Unterstützungssystem. Kern der Unterstützung ist die Familienbegleitung über einen längeren Zeitraum, die eine Beziehungs- und Vertrauensbasis mit den Familien herstellt und die adäquaten Angebote vermittelt. Die Frühe-Hilfe-Netzwerke gehen aktiv auf belastete Familien zu, idealerweise bereits während der Schwangerschaft. Damit werden genau die Familien frühzeitig erreicht, für die diese Angebote gedacht sind.

Bedarfsgerechte Unterstützung

Am Beginn steht der persönliche Erstkontakt durch die FamilienbegleiterInnen in Form eines Hausbesuchs. Nach der Abklärung der familiären und persönlichen Situation der Schwangeren bzw. Eltern und Kinder erfolgt eine gemeinsame Abstimmung der benötigten Unterstützungsleistungen. Die Begleitung erfolgt so lange, bis die Familie in der Lage ist, die Kinder ohne Familienbegleitung gut zu versorgen, zu unterstützen und zu fördern.

(20.10.2015)