Hauptinhalt:

Klinischer Pfad: Behandlung hüftnaher Frakturen bei zuvor oral antikoagulierten Patientinnen und Patienten

Der vorliegende Klinische Pfad "Behandlung hüftnaher Frakturen bei zuvor oral antikoagulierten Patientinnen und Patienten" stellt die erste österreichweit anwendbare Ableitung aus der Ergebnisqualitätsmessung aus Routinedaten (Austrian Inpatient Quality Indicators, A-IQI) dar. Der bereits 2014 erarbeitete Klinische Pfad wurde nun um zwei weitere Themen ergänzt:

  • Verfügbarkeit von Idarucizumab
  • Patientinnen und Patienten unter Antiplättchentherapie

Im Rahmen von A-IQI werden Indikatoren berechnet und statistisch auffällige Ergebnisse anschließend mittels Peer-Review-Verfahren einer umfangreichen Analyse unterzogen. Die Peer-Review-Verfahren finden im kollegialen Dialog statt, d.h. die Primarärztinnen und -ärzte der betroffenen Abteilungen erarbeiten gemeinsam mit den Peers, das sind speziell geschulte Primarärztinnen und -ärzte, konkrete Vorschläge und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung.

Die durchgeführten Peer-Review-Verfahren zur präoperativen Verweildauer bei hüftgelenknahen Frakturen zeigten wiederholt, dass im Behandlungsalltag eine gewisse Unsicherheit im Umgang mit gerinnungshemmenden Medikamenten besteht.

Die Empfehlungen des vorliegenden Klinischen Pfades sollen eine Unterstützung für den Behandlungsprozess von zuvor oral antikoagulierten Patientinnen und Patienten mit hüftnaher Fraktur und den in diesem Kontext immer wieder auftretenden komplexen medizinischen Fragestellungen anbieten.

(15.4.2016)

Zusatzinformationen: