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Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung

Die EU-Verordnung, über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung, brachte eine Reihe von Verbesserungen:

  • Die UnternehmerInnen werden verpflichtet, für jeden Schlachthof Tierschutzbeauftragte zu benennen, die für die Einhaltung der Bestimmungen im Schlachtablauf verantwortlich sind (hier gibt es eine Ausnahme für Kleinbetriebe).
  • Es sind Standardanweisungen (SOP - standard operating procederes) für die einzelnen Tätigkeiten auszuarbeiten.
  • Es sind Schulungen und ein Sachkundenachweis für die Personen, die die Tötung und damit zusammenhängende Tätigkeiten durchführen vorgesehen. Diese sollen von der Wirtschaft durchgeführt werden. In Österreich sind entsprechende Schulungen bereits jetzt vorgesehen.
  • Firmen, die Betäubungs‐ oder Tötungsgeräte vertreiben, dürfen diese Geräte nur mit angemessenen Anweisungen verkaufen, die den Einsatz unter optimalen Tierschutzbedingungen gewährleisten. Die Anweisungen müssen von den Herstellern zudem übers Internet öffentlich zugänglich gemacht werden.
  • Jeder Mitgliedstaat benennt eine Kontaktstelle, welche für fachliche Auskünfte zu den Fragen hinsichtlich tierschutzgerechtes Töten und Schlachten zuständig ist. 

Festgelegt sind auch alle zulässigen Tötungsarten mit den technischen Kriterien die dabei eingehalten werden müssen.

Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung müssen auch nationale Durchführungsbestimmungen (Vollzugs- und Strafbestimmungen) in Kraft treten. Die EU-Verordnung gilt seit 1. Jänner 2013.

Weitere Informationen: 

Tierschutz bei der Schlachtung auf der Kommunikationsplattform VerbraucherInnengesundheit

 

(13.6.2016)

Zusatzinformationen: