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Gelbfieber

Das Gelbfiebervirus ist ein Flavivirus. Daher die Bezeichnung Gelbfieber, als Ableitung vom lateinischen Wort "flavus" das "gelb" bedeutet. Übertragen wird das Gelbfiebervirus durch Stechmücken, vor allem im tropischen Süd- und Mittelamerika sowie in Afrika südlich der Sahara. Bei mehr als 10 Prozent der Erkrankten verursacht das Gelbfiebervirus ein schweres Krankheitsbild mit Gelbsucht, Blutungen und tödlichem Ausgang.

WHO-Empfehlung

Die WHO empfiehlt die Impfung gegen Gelbfieber bei Reisen in Endemiegebiete, das sind Regionen, wo die Krankheit verbreitet ist, wie Afrika und Südamerika.

Die aktuellen WHO-Empfehlungen enthält der Annex Countries with risk of yellow fever transmission and countries requiring yellow fever vaccination.

Aktuelle Situation: Gelbfieber-Ausbruch in Angola

Seit Anfang Dezember 2015 gibt es in Angola einen Gelbfieberausbruch. Die WHO berichtet von über 2.200 Fällen bis 11. Mai 2016, davon 293 Todesfällen. 70 Prozent der Erkrankungen wurden aus der Hauptstadt Luanda gemeldet. Außerdem wurden Fälle aus der Demokratischen Republik Kongo, Kenya, Mauretanien und China gemeldet, die sich in Angola infiziert hatten und bei der Rückkehr in ihre Heimatländer erkrankten.

In Uganda findet unabhängig davon seit April 2016 eine lokale Übertragung mit bisher mehr als 50 Gelbfieber-Fällen statt.

Aus diesem Grund wurde vom Notfall-Komitee der WHO am 19. Mai eine Konferenz gemeinsam mit Angola und der Demokratischen Republik Kongo einberufen. Dabei wurden der Ernst der Lage sowie die Wichtigkeit nationaler Maßnahmen und internationaler Unterstützung hervorgehoben. In einem Statement wurden alle erforderlichen Maßnahmen u.a. eine ausreichende Durchimpfung festgelegt.

WHO Statement on the Meeting of the Emergency Committee under the International Health Regulations (2005) concerning Yellow Fever

Weitere Informationen:

WHO Gelbfieber-Informationen (englisch)

ECDC (englisch)

Robert Koch Institut

Impfstoff

In Österreich wird die zugelassene Arzneispezialität Stamaril® zur Impfung verwendet.

Impfungen nur bei autorisierten Impfstellen

Gelbfieberimpfungen werden international nur dann anerkannt, wenn sie bei einer autorisierten Gelfieber-Impfstelle oder bei autorisierten MedizinerInnen durchgeführt wurden. Die Berechtigung, Gelbfieber-Impfungen in Österreich durchzuführen, muss beim Bundesministerium für Gesundheit beantragt werden. Eine Gelbfieberimpfung, die von einer nicht autorisierten Medizinerin oder einem nicht autorisierten Mediziner bzw. von einer nicht autorisierten Impfstelle durchgeführt wurde, wird international nicht anerkannt. Sollte eine Impfung von einer nicht autorisierten Ärztin oder einem nicht autorisierten Arzt durchgeführt worden sein, so ist auch eine nachträgliche Bestätigung durch die Gesundheitsbehörde nicht zulässig.

Liste bundesweit zugelassener Impfstellen für Gelbfieber

(20.5.2016)

Zusatzinformationen: