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Rauchen ist ung'sund

Maßnahmen zum NichtraucherInnenschutz

Tabakrauch enthält mehr als 4.000 Chemikalien, darunter viele krebserzeugende und giftige Substanzen. Viele Krankheits- und Todesursachen sind auf die gesundheitsschädigende Wirkung des Tabakrauchs zurückzuführen: Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, chronische Bronchitis und obstruktive Atemwegserkrankungen etc. Schätzungsweise sterben in Österreich etwa 14.000 Personen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. Krankheitsbelastung und vorzeitige tabakbedingte Sterblichkeit verursachen nicht nur Leid für die Betroffenen und ihr persönliches Umfeld, sondern auch hohe betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten.

NichtraucherInnenschutzmaßnahmen in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Räumen zählen daher international zu den wichtigen gesundheitspolitischen Maß­nahmen im Rahmen der Tabakpolitik und sind Gegenstand von Empfehlungen und rechtsverbindlichen Vorgaben im internationalen Rahmen und in der EU.

NichtraucherInnenschutz in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie

Das Tabakgesetz enthält seit 1995 u.a. auch Bestimmungen zum Schutz vor Passivrauchen, mit der Novelle 2004 wurde der NichtraucherInnenschutz erweitert und ein weit reichendes Rauchverbot für Räume öffentlicher Orte verankert. Mit der Tabakgesetz-Novelle 2008, BGBl. I Nr. 120/2008, wurde nunmehr auch die bisher ausgenommen gewesene Gastronomie in den gesetzlichen NichtraucherInnenschutz mit einbezogen.

Neben den bisher bereits erfassten Räumen öffentlicher Orte sowie Räumen mit bestimmter Zweckbestimmung (Unterrichts- und Fortbildungszwecke, Verhandlungszwecke, schulsportliche Betätigung) fallen nun auch die der Verabreichung von Speisen oder Getränken an Gäste dienenden Räume der Gastronomie den NichtraucherInnenschutzregelungen unter die NichtraucherInnenschutzbestimmungen des Tabakgesetzes. Darüber hinaus wurden erstmals Sanktionsmechanismen vorgesehen, die den Raucherverboten und dem NichtraucherInnenschutz insgesamt künftig mit Nachdruck zum Durchbruch verhelfen sollen.

Die neuen Bestimmungen wurden per 1. Jänner 2009 wirksam, für notwendige bauliche Adaptierungen in Ein-Gastraum-Lokalen gibt es Übergangsregelungen bis Mitte 2010. Zugleich trat die Verordnung des BMG über die Kennzeichnungspflicht betreffend den Nichtraucherschutz in der Gastronomie (Nichtraucherschutz-Kennzeichnungsverordnung - NKV) in Kraft.

Die NichtraucherInnenschutzvorschriften sind Gegenstand großen Interesses und zahlreicher Anfragen beim BMG. Wir dürfen Sie daher auf die beiden zwei speziell zu diesem Thema verfassten Informationsblätter hinweisen, die Sie auch als Downloads herunterladen können.

Zusatzinformationen: