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Orthoptistin, Orthoptist

Berufsbild und Tätigkeitsbereich

Eigenverantwortliche Ausführung von vorbeugenden Maßnahmen sowie Untersuchung, Befunderhebung und Behandlung von Sehstörungen, Schielen, Schwachsichtigkeit und Bewegungsstörungen der Augen nach ärztlicher Anordnung. 

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Berufsberechtigung

Zur berufsmäßigen Ausübung des orthoptischen Dienstes ist berechtigt, wer

  • eigenberechtigt ist,
  • die für die Erfüllung der Berufspflichten notwendige gesundheitliche Eignung und Vertrauenswürdigkeit besitzt,
  • eine Ausbildung an einer Akademie für den orthoptischen Dienst oder einen entsprechenden Fachhochschul-Bachelorstudiengang erfolgreich absolviert hat und
  • über die für die Berufsausübung notwendigen Sprachkenntnisse verfügt

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Berufsausübung

  • freiberuflich
  • im Dienstverhältnis zur Trägerin oder zum Träger einer Krankenanstalt
  • im Dienstverhältnis zur Trägerin oder zum Träger sonstiger unter ärztlicher Leitung bzw. ärztlicher Aufsicht stehenden Einrichtungen, die der Vorbeugung, Feststellung oder Heilung von Krankheiten oder der Betreuung pflegebedürftiger Personen dienen
  • im Dienstverhältnis zu freiberuflich tätigen Ärztinnen oder Ärzten
  • im Dienstverhältnis zur Justizbetreuungsagentur

Angehörige des orthoptischen Dienstes sind nach Meldung an die Bezirksverwaltungsbehörde zur freiberuflichen Berufsausübung berechtigt.

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Ausbildung

Ausbildungseinrichtungen:

  • Akademie für den orthoptischen Dienst
  • Fachhochschul-Bachelorstudiengang

Dauer der Ausbildung:
3 Jahre 

Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung an medizinisch-technischen Akademien:

  • körperliche, geistige und gesundheitliche Eignung
  • Unbescholtenheit
  • Reifeprüfung einer allgemeinbildenden höheren Schule, einer berufsbildenden höheren Schule, einer Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, einer Bildungsanstalt für ErzieherInnen oder
  • Hochschulberechtigung im Ausland oder
  • Diplom im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege oder
  • Studienberechtigungsprüfung für das Studium der Medizin
  • Eignungstest

Über die Aufnahme entscheidet eine Kommission. 

Zugangsvoraussetzungen zu einem Fachhochschul-Bachelorstudiengang:

  • allgemeine Universitätsreife oder eine einschlägige berufliche Qualifikation
  • berufsspezifische und gesundheitliche Eignung

Abschluss der Ausbildung:

  • Schriftliche Diplomarbeit, kommissionelle Diplomprüfung/Diplom (Akademie für den orthoptischen Dienst)
  • Bachelorprüfung/Bachelor (Fachhochschul-Bachelorstudiengang)

Anmerkung: Die Ausbildungen an medizinisch-technischen Akademien laufen aus und werden in Hinkunft nur mehr im Rahmen von Fachhochschul-Bachelorstudiengängen angeboten.

Sonderausbildung:
Sonderausbildungskurse für die Ausübung von

  • Spezialaufgaben
  • Lehr- und Unterrichtstätigkeit
  • Führungsaufgaben 

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Zusatzinformationen: