Hauptinhalt:

Informationen für Tierärztinnen und Tierärzte über Arzneimittel

Regelungen betreffend Tierarzneimittel:

  • Schreiben betreffend die Abgabe von Arzneimitteln im Rahmen der tierärztlichen Hausapotheke,
  • Regelung der Abgabe von Arzneimitteln in abgefüllten Spritzen,
  • Text eines an alle Veterinärabteilungen der Länder ergangenen Erlasses, in dem Unklarheiten betreffend die Behandlung von frei lebenden Wildtieren mit Arzneimitteln ausgeräumt werden,
  • Anweisung über die Kontrolle der Gebarung mit Arzneimitteln bei Tierärztinnen/Tierärzten ohne Hausapotheke,
  • Verbot des Verkaufs und der Anwendung von Ätzkalistiften und Ätzpasten zur Enthornung von Rindern (gilt seit 1990).

Formblätter für Tierärztinnen/Tierärzte aus dem Bereich Arzneimittel

Hier finden Sie das Formblatt für die Verschreibung von Fütterungsarzneimitteln sowie die für Importe von Arzneispezialitäten aus dem Ausland benötigten Formulare.

Anträge/Meldungen im Rahmen der Arzneiwareneinfuhr/-verbringung müssen ab 4.7.2011 ausnahmslos elektronisch (über ein Web-Portal) beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen eingebracht werden.

Tztl. Bescheinigung EWR

Formular tierärztliche Bescheinigung für das Verbringen von in Österreich nicht zugelassenen Arzneispezialitäten aus dem EWR

Tztl. Bescheinigung Drittland

Formular tierärztliche Bescheinigung für das Verbringen von in Österreich nicht zugelassenen Arzneispezialitäten aus einem Drittland

Fragen und Antworten Arzneiwareneinfuhr

Informationen auf den Internetseiten des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen

Pharmakovigilanz für Tierärztinnen/Tierärzte

Gemäß § 75g Arzneimittelgesetz sind Tierärzte verpflichtet, Informationen über Tierarzneimittel hinsichtlich

  1. vermuteter Nebenwirkungen oder
  2. vermuteter Nebenwirkungen beim Menschen oder
  3. Ausbleiben der erwarteten Wirksamkeit oder
  4. nicht ausreichender Wartezeiten,

die im Inland aufgetreten sind und ihnen auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit bekannt geworden sind, nach Maßgabe der Pharmakovigilanz-Verordnung 2013 unverzüglich dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen zu melden.

Sonderregelungen für die Behandlung von Equiden

Pferd mit Fohlen - Bildnachweis: © Fotodatenbank des BMLFUW

Gemäß Artikel 6 Absatz 3 der Richtlinie 2004/28/EG des Europäischen Parlaments und des Rates dürfen auch Equiden, welche als nicht zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr bestimmt erklärt wurden, nicht mit den verbotenen Stoffen gemäß Tabelle 2 der Verordnung (EU) Nr. 37/2010 der Kommission behandelt werden.

Zur Nahrungsmittelerzeugung genutzte Equiden (Pferde, Esel) dürfen mit folgenden Arzneimitteln behandelt werden:

  1. Für Pferde zugelassene Arzneispezialitäten gemäß den Angaben der Fachinformation (SPC)
  2. Bei Vorliegen eines Therapienotstandes Einsatz von Arzneimitteln im Sinne von § 4 Abs. 2 Tierarzneimittelkontrollgesetz (Kaskadenregel): Wartezeit bei ausländischen Medikamenten wie für Pferde/Esel vorgesehen, sonst Mindestwartezeit für essbare Gewebe 28 Tage
  3. Gemäß § 4 Abs. 5a Tierarzneimittelkontrollgesetz: Jede Behandlung mit "wesentlichen Stoffen" ist verpflichtend vom behandelnden Tierarzt in den Equidenpass gemäß Entscheidung der Kommission 93/623/EG einzutragen. Wartezeit mindestens sechs Monate.

 

Verordnung (EU) Nr. 122/2013 der Kommission

Verordnung vom 12. Februar 2013 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1950/2006 zur Erstellung eines Verzeichnisses von für die Behandlung von Equiden wesentlichen Stoffen gemäß der Richtlinie 2001/82/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Tierarzneimittel

Hormonverbot und Verbot der Anwendung von bovinem Somatotropin

Eine Übersicht der aktuellen Verordnungen, mit denen das Inverkehrbringen und die Anwendung von Arzneimitteln, die bestimmte Stoffe mit hormonaler oder thyreostatischer Wirkung oder ß-Agonisten enthalten, verboten wurde.

Die Anwendung von bovinem Somatotropin (BST) ist in der gesamten EU seit dem 1. Jänner 2000 verboten.

Zusatzinformationen: