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Katzen

Abstammung

Die heutige Hauskatze (felis sylvestris catus) stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Falbkatze (felis sylvestris lybia), auch afrikanische Wildkatze genannt, ab. Die Domestikation der Katze begann vor etwa 6000-7000 Jahren in Nordafrika (Mesopotamien, Palästina, Ägypten).

Katzen sind sehr selbstständige Tiere, die auch heute noch die Wesenszüge eines Raubtieres aufweisen. So können viele Katzen in freier Wildbahn überleben, wenn sie das Jagen von ihrer Mutter gelernt haben. Beobachtet man verwilderte Hauskatzen, so wird schnell klar, dass sie keine Einzelgänger sind. Katzen leben sehr gerne in Gruppen, sie teilen sich Ruheplätze und pflegen Sozialkontakte. Auf die Jagd gehen sie jedoch immer einzeln.

Katzen erreichen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. Die Geschlechtsreife setzt etwa zwischen mit 4. und dem 12. Lebensmonat ein. Katzen sind zweimal im Jahr rollig. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 63-65 Tagen, bringen sie 2-7 Junge zur Welt. 

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Anschaffung

Tierheime und Tierschutzvereine haben oft sehr viele Katzen jeden Alters zu vermitteln, es lohnt sich also nachzufragen. Wer Interesse an einer Rassekatze hat, wendet sich am besten an einen Zuchtverband und lässt sich Kontaktdaten von seriösen ZüchterInnen geben.

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Haltung

Die Katze zählt zu den beliebtesten Heimtieren in Österreich. In unserem Land leben geschätzt 1,5 Millionen Katzen in mehr als 800.000 Haushalten. Katzen sind sehr anpassungsfähige Tiere und können somit sowohl mit Zugang ins Freie, als auch als reine Wohnungskatzen gehalten werden. Es gilt zu bedenken, dass Katzen in reiner Wohnungshaltung mehr Aufmerksamkeit und Beschäftigung brauchen, als Katzen mit Freilauf. Bei Wohnungshaltung ist die Haltung von zwei oder mehreren Katzen zu empfehlen. Gemeinsam können sie sich so die Langeweile vertreiben, spielen und Sozialkontakte pflegen. Katzen beanspruchen viel Raum für sich, deshalb sollten nur so viele Katzen gehalten werden, wie (für Katzen zugängliche) Zimmer vorhanden sind. Balkone, Loggien, Fenster und andere Stellen, bei denen die Gefahr eines Absturzes besteht, müssen entsprechend abgesichert werden!

  • Katzen mit Freigang müssen an der unkontrollierten Fortpflanzung gehindert werden! Verantwortungsvolle TierhalterInnen verhinderen somit, dass Katzenjunge unter ungünstigen Voraussetzungen geboren werden. Oftmals werden solche Kätzchen an ungeeigneten Orten und zu ungeeigneter Jahreszeit geboren, was ihre Überlebenschancen sehr mindert.
  • Das Chippen und Registrieren Ihrer Freigänger-Katze ist sinnvoll! So kann verhindert werden, dass die Katze irrtümlich für herrenlos gehalten wird.
  • Streunerkatzen – was tun? Wenn Ihnen eine Streunerkatzenkolonie bekannt ist, oder wenn Sie vielleicht sogar selbst Streunerkatzen füttern, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit ortsansässigen Tierschutzvereinen, oder der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde auf. Streunerkatzen vermehren sich unkontrolliert sehr schnell und oft kann mit Hilfe von Tierschutzvereinen und/oder der Behörde ein Weg gefunden werden, solche Katzen einzufangen, zu kastrieren und wieder auszusetzen. Ihnen entstehen dabei keine Kosten, aber Sie leisten einen wertvollen Beitrag für den aktiven Tierschutz.
  • Unerwünschte Katzenwelpen: Sollte Ihre Katze oder eine Streunerkatze auf Ihrem Grundstück Junge aufziehen, so setzen Sie sich bitte ebenfalls mit einem ortsansässigen Tierschutzverein oder Tierheim in Verbindung. Das Töten unerwünschter Katzenjunger ist verboten und wird als Tierquälerei geahndet!

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Ernährung

Als überwiegende Fleischfresser beziehen Katzen einen Großteil ihres Nährstoffbedarfs aus Quellen tierischer Herkunft.

Entsprechend ihrem natürlichen Nahrungsverhalten (Fangen kleiner Beutetiere) nehmen Katzen täglich 10 bis 20 mal Nahrung auf. Der tägliche Energiebedarf einer Hauskatze von ca. vier Kilogramm Gewicht beträgt etwa 300 kcal an umsetzbarer Energie. Auf starke Veränderungen sowohl der angebotenen Ration als auch der Futtersorte reagieren Katzen unberechenbar. Nahrungsverweigerungen über mehrere Tage sind hierbei häufig zu beobachten, wobei speziell bei adipösen Tieren die Gefahr eines Fettmobilisationssyndroms mit lebensgefährlichen Stoffwechselstörungen aufgrund entgleisender Leberwerte bis hin zum Leberversagen besteht.

Industrielle Katzenfertigfuttermittel werden entweder als Trockenfutter oder als Feuchtfuttermittel angeboten; diese unterscheiden sich im Wassergehalt. Der Wassergehalt liegt bei Trockenfuttermitteln im Bereich von 10 Prozent, während er bei Feuchtfuttermitteln ca. 75 Prozent beträgt. Daraus resultiert eine wesentlich höhere Energiedichte der Trockenfuttermittel, die folglich in wesentlich kleineren Rationen verfüttert werden müssen. Bei der Fütterung von Trockenfuttermitteln muss vor allem bei Wohnungskatzen darauf geachtet werden, dass genügend Wasser aufgenommen wird. Diesem kann man begegnen, indem man mehrere Wassernäpfe in einiger Entfernung vom Futterplatz aufstellt.

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Gesundheit

Katzen haben zwar sprichwörtlich neun Leben, jedoch ist eine jährliche Vorsorgeuntersuchung bei der Tierärztin oder dem Tierarzt Pflicht für verantwortungsvolle KatzenbesitzerInnen. Hier werden ein Gesundheitstcheck, eine Schutzimpfung sowie eine Entwurmung vorgenommen.

Die Impfung dient zum Schutz vor Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche oder Leukose. Entwurmen ist auch bei Wohnungskatzen Pflicht, da die Tiere z.B. durch gefangene Fliegen Würmer bekommen können.

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Zusatzinformationen: